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Machtwort in der Keita-Causa: Kein vorzeitiger Wechsel

Naby Keita bleibt. RB zieht einen Tag nach dem wichtigen 3:1-Sieg zum Rückrundenauftakt gegen Schalke einen Schlussstrich unter die Dauer-Spekulationen. Auch eine Ansage an die Konkurrenz, die zudem die Rückkehr zur RB-Unberechenbarkeit fürchten muss.

Naby Keita
Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl bedankt sich beim Torschützen Naby Keita.
Foto: Patrick Seeger – dpa

Leipzig (dpa). RB Leipzig bleibt hart und lässt Naby Keita nicht vorzeitig zum FC Liverpool ziehen.

Nicht mal 24 Stunden, nachdem der Mittelfeldstar und Torschütze des Fußball-Bundesligisten unter Applaus beim 3:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 ausgewechselt wurde, erklärten die Leipziger am Sonntag sämtliche Spekulationen schriftlich für beendet. „Wir geben Naby Keita nicht frühzeitig ab, auch wenn der FC Liverpool sein Interesse an ihm nun noch einmal hinterlegt hat, ihn bereits in diesem Transferfenster verpflichten zu wollen“, betonte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.

Nur bei einer einvernehmlichen Lösung „im Sinne einer exorbitanten zusätzlichen Ablösezahlung“ wäre ein vorgezogener Wechsel möglich gewesen, so Rangnick weiter. Keita und sein Berater hätten die Entscheidung des Vereins akzeptiert, hieß es.

Kurz zuvor hatte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff im TV-Sender Sky bereits gesagt, dass RB auch unabhängig von Keita das Heft des Handelns in der Hand behalten wolle und werde. Er gehe davon aus, dass Keita fit, gesund und mit so viel Spielfreude wie gegen die Schalker am 27. Januar gegen den Hamburger SV in der Red Bull Arena auflaufen werde. Am kommenden Samstag in Freiburg ist der 22 Jahre alte Nationalspieler aus Guinea wegen der fünften Gelben Karte gesperrt.

Ob Keita mit der Entscheidung des Vereins glücklich ist, darüber kann man nur spekulieren. Öffentliche Äußerungen des im Sommer 2016 von Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselten Profis sind sehr selten.

Auf dem Platz hängt jedenfalls viel von seiner Stimmung ab. „Wir betreiben sehr viel Aufwand, um die Jungs auf ein Spiel vorzubereiten, bei Naby war es noch ein bisschen mehr“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem erfolgreichen Pflichtspielauftakt, zu dem Keita maßgeblich beigetragen hatte.

Mit seinem dritten Treffer in der laufenden Saison ebnete er den Weg zum ersten Sieg nach fünf Pflichtspielen. Ein Distanzschuss, abgefälscht von Schalkes Abwehrchef Naldo und unhaltbar für Schalkes Torwart Ralf Fährmann, der drei Minuten zuvor einen Foulelfmeter von Jean-Kévin Augustin (38.) noch hatte parieren können.

Keitas Wechsel nach Liverpool zur Sommerpause für angeblich rund 70 Millionen Euro steht bereits sei Monaten fest, seit Tagen wurde heiß spekuliert, dass Jürgen Klopp ihn schon jetzt haben will. Bei 20 Millionen Euro Zusatzzahlung willige RB ein, berichtete die „Bild“-Zeitung. Ein tatsächliches Angebot gab es von Liverpool nicht, die Transferperiode endet allerdings auch erst am 31. Januar. Dass die Reds aber mindestens zweimal ihr Interesse hinterlegten, Keita bereits in dieser Wechselperiode zu holen, räumten die Vereinsbosse in ihrer Schlussstrich-Mitteilung zum ersten Mal ein.

Wie wichtig Keita für die Mannschaft und die Zielsetzung – erneute Champions-League-Qualifikation – ist, weiß jeder. Gegen Schalke zeigte er es erneut. Was auch immer Hasenhüttl ihm vorher gesagt hatte, es half. Genau wie der RB-Coach auch die richtigen Worte an den Rest seiner Mannschaft gerichtet hatte, die mit ihrer Strategie und Spielweise selbst ein ausgewiesenes Taktik-Genie wie den S04-Trainer Domenico Tedesco überraschte. „Wir haben nicht damit gerechnet, dass RB tiefer steht und nicht so hoch anläuft. Das ist untypisch für Leipzig“, sagte er nach der ersten Niederlage seiner Mannschaft nach 13 Pflichtspielen. Platz zwei in der Tabelle war ebenfalls futsch.

Den beanspruchte RB zunächst für sich. Dank neuer taktischer Varianten wie einem sonst ungewohnten 4-3-3-System oder Konrad Laimer, einem Sechser-Experten, auf dem rechten Verteidigerposten, hat RB sein Repertoire für die Rückrunde bei vielen geheimen Trainingseinheiten noch mal erhöht. Die Unberechenbarkeit ist zurück.

Vom Anschlusstreffer Naldos (55.) ließ sich die zunächst ungewohnt zurückhaltend agierende Leipziger Mannschaft nicht beirren. In der zweiten Halbzeit drehte RB viel mehr auf. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung sorgte Timo Werner für die erneute Führung, weitere 120 Sekunden später gelang Bruma das 3:1.

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