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Düsseldorf

Löw macht Dortmund-Jägern wenig Mut

dpa

Wer kann einen Alleingang von Borussia Dortmund verhindern? Angesichts des beträchtlichen Rückstands auf den Herbstmeister kommen BVB-Gegner Werder Bremen sowie Mainz und Leverkusen am vorletzten Hinrunden-Spieltag bereits Schlüsselrollen zu.

Zuschauer
Bundestrainer Joachim Löw verfolgt im Mai von der Tribüne aus ein Spiel von Borussia Dortmund.

Sollte auch die kriselnde Werder-Elf den Höhenflug des BVB nicht stoppen, droht der Fußball-Bundesliga im Spitzenkampf Langeweile. Joachim Löw hat die Verfolger schon fast abgeschrieben. «Wenn ich mir die Tabelle anschaue, bin ich mir relativ sicher, dass Dortmund in dieser Saison die Meisterschaft nach einigen Jahren wieder erringen wird», sagte der Bundestrainer in einem ZDF-Interview und lobte die überragenden Borussen: «Sie sind kaum zu schlagen, spielen einen unglaublich attraktiven Fußball. Sie haben eine Mannschaft mit großer Perspektive.»

Nach der Quasi-Kapitulation von Rekordmeister Bayern München, der 17 Zähler hinter dem BVB liegt, traut Löw eigentlich nur noch dem Tabellen-Dritten Bayer Leverkusen zu, Druck auf Dortmund auszuüben. «Am ehesten wird Leverkusen in der Lage sein, ganz vorne nochmal einzugreifen», meinte der DFB-Chefcoach vor dem 16. Spieltag. Der Mannschaft von Louis van Gaal macht Löw dagegen wenig Mut: «Die Bayern werden immer in der Lage sein, eine Serie zu starten. Aber ich bin der Meinung, dass sie sich im Moment mal eher auf die Champions League konzentrieren und nicht von der Meisterschaft reden sollten.»

Immerhin gibt sich Bremen nach dem 3:0-Achtungserfolg in der Champions League gegen die B-Elf von Titelverteidiger Inter Mailand vor dem Duell in Dortmund selbstbewusst. Werder muss gewinnen, um die Europapokal-Plätze nicht vollends aus den Augen zu verlieren. «Wir haben uns viel vorgenommen für die verbliebenen Spiele und wollen Richtung internationale Plätze gehen», betonte Clubchef Klaus Allofs.

Beim BVB steht das «M-Wort» weiter auf dem Index, die vielen Lobeshymnen werden ausgeblendet. Stattdessen zollte Trainer Jürgen Klopp dem Gegner großen Respekt und hofft im letzten Heimspiel des Jahres auf einen weiteren Festtag im Signal-Iduna-Park. «Bremen ist ein absolutes Highlight-Spiel. Werder ist und bleibt eine starke Mannschaft der Liga», sagte Klopp.

Die Borussia kann entspannt verfolgen, was die Konkurrenz zustande bringt. Nicht unwahrscheinlich, dass diese sich einmal mehr die Punkte gegenseitig abknöpft. Die auswärts noch ungeschlagenen Leverkusener stehen beim Hamburger SV auf dem Prüfstand. Der Tabellen-Zweite Mainz 05 empfängt den FC Schalke 04, der sich mit den Siegen gegen Bayern (2:0) und Benfica Lissabon (2:1) Selbstbewusstsein für den Jahresendspurt holte. «Unser Ziel ist, aus den Spielen vor Weihnachten in Mainz und gegen Köln sechs Punkte zu holen», sagte Kapitän Manuel Neuer vor der Partie am Sonntag.

Leverkusen will seine tolle Auswärtsserie beim HSV fortsetzen und sich zum ärgsten Verfolger des BVB aufschwingen. HSV-Trainer Armin Veh freut sich auf das Wiedersehen mit seinem einstigen Lehrmeister Jupp Heynckes, hat im Kampf um einen Europa-League-Platz aber nichts zu verschenken. «Wir haben ordentlich trainiert, die letzten Heimspiele gut gespielt. Ich bin zuversichtlich», sagte Veh. Dennis Aogo forderte, alle «Kräfte zu bündeln: «Egal wie, wir müssen gewinnen.»

Seit dem 0:2 auf Schalke haben die Bayern das Thema Titelverteidigung zu den Akten gelegt. Die Plätze zwei und drei sind das neue Saisonziel: «Ich denke nicht, dass wir noch über Dortmund sprechen müssen, sondern über Hannover, Leverkusen und Mainz», sagte van Gaal vor dem Heimspiel gegen Aufsteiger FC St. Pauli. Und Kapitän Philipp Lahm mahnte an, sich keinen weiteren Fehltritt zu erlauben. Sonst drohe eine ungemütliche Weihnachtszeit. «Wir sind der FC Bayern, da zählen nur Siege. Vor allem vor Weihnachten, damit wir auch einen ordentlichen Urlaub haben», betonte der Nationalverteidiger.

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