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    Labbadia ein Jahr beim VfB: «Habe keinen großen Traum»

    Bruno Labbadia ist mit dem VfB Stuttgart noch längst nicht da, wo er hin will. Aber nach dem mühsam geschafften Klassenerhalt und dem aktuellen Angriff auf die Europapokalplätze sieht sich der ehrgeizige und erfolgsbesessene Trainer auf dem richtigen Weg.

    Einjähriges
    Bruno Labbadia arbeitet nun seit einem Jahr als Trainer des VfB Stuttgart.
    Foto: Marc Müller - DPA

    «Ich habe gelernt, wenn nötig meine Ansprüche herunterzuschrauben, mich zurückzunehmen», sagte Labbadia der Nachrichtenagentur dpa anlässlich seines «Einjährigen» bei dem Fußball-Bundesligisten. «Wir müssen kleine Schritte machen.»

    Seine heikle Mission als Notarzt im Abstiegskampf hat Labbadia erfüllt. «Wir waren auf der Intensivstation, sind aber zum Glück davongekommen», erinnerte er an die «schwierige Operation». Am 12. Dezember 2010 hatte er den mit nur zwölf Punkten abgeschlagenen Tabellenvorletzten von Kurzzeit-Coach Jens Keller übernommen und bis zum Saisonfinale mühsam auf Platz zwölf gehievt. «Wir mussten am Maximum arbeiten, um das zu schaffen», sagte Labbadia. «Wir haben den Super-GAU verhindert. Der Klassenerhalt steht weit über allem.»

    Der zähe Überlebenskampf ist längst Geschichte, in dieser Runde schielen die Stuttgarter Richtung Europacup. Hätte der Tabellensiebte nicht mehrfach leichtfertig Punkte verschenkt, stünde er schon jetzt auf einem Platz fürs internationale Geschäft. «Aus Eigenverschulden - wie zuletzt gegen Köln - haben wir nicht 25 oder 26 Punkte», bemängelte der einstige Torjäger mangelnde Reife und Cleverness seiner Schützlinge in einigen Situationen.

    Mittelmaß verabscheut Labbadia. Seine (zu) großen Ansprüche und die daraus resultierenden Konflikte brachten ihm bei seinen beiden vorherigen Bundesliga-Stationen Hamburger SV und Bayer Leverkusen Probleme mit einigen Profis ein. Aus diesen bitteren Erfahrungen hat Labbadia seine Lehren gezogen, auch wenn er sich nicht als Schuldigen für die Zerwürfnisse sieht. «Ich bin mit mir im Reinen. Ich gebe mir die Zeit, etwas zu entwickeln», sagte der 45-Jährige dazu knapp.

    Den Trainerjob betrachtet Labbadia trotz großen Vertrauens in seine Qualitäten als täglichen Lernprozess: «Ich hinterfrage ständig unsere Arbeit.» Entscheidend geprägt haben das neunte Kind einer italienischen Einwandererfamilie zuletzt zwei Phasen. Seine «Auszeit von acht Monaten» habe ihm «viel gebracht», betonte Labbadia. «Und die Erfahrung im Abstiegskampf hat mich als Trainer und Mensch unheimlich weitergebracht.»

    Die Arbeit beim VfB betrachtet Labbadia als Langzeitprojekt. Schließlich läuft sein Vertrag bis Saisonende 2013. Immer wieder betont er, dass beim Weg zurück nach oben «viele kleine Schritte» notwendig seien. Sportdirektor Fredi Bobic, ebenfalls ein ehemaliger Top-Stürmer und Nationalspieler, und er vertreten die gleiche Philosophie. Bezüglich seiner Zielsetzung hält sich Labbadia bedeckt: «Ich habe keinen großen Traum, ich lebe im Hier und Jetzt. Ich konzentriere mich voll und ganz auf meine Aufgabe beim VfB.»

    Dass ihm der eng gesetzte finanzielle Rahmen der auf einen ausgeglichenen Haushalt achtenden VfB-Vorständler enge Grenzen bei der Transferpolitik setzt, akzeptiert Labbadia notgedrungen. «Wir haben nicht die Möglichkeiten, viel Geld in die Hand zu nehmen und können nicht über unsere Verhältnisse leben», zeigte er Verständnis für den Sparkurs. «Aber mir ist der Weg des VfB sympathisch und ich gehe ihn gerne mit, auch wenn es für den Trainer dann manchmal nicht einfacher ist.» Während der zwölf Monate in Stuttgart hat Labbadia hinlänglich bewiesen, dass er schwierige Missionen meistern kann.

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