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    HSV und Labbadia ohne Elan im Bundesliga-Finish

    Durch den katastrophalen Heimauftritt beim 0:1 (0:1) gegen den auswärtsschwachen FSV Mainz 05 am Tiefpunkt dieser Bundesliga-Saison angekommen, wirkt Bruno Labbadia genauso hilflos und müde wie sein Personal.

    Farblos
    Auch Ruud Van Nistelrooy konnte am Ergebnis nichts mehr ändern.

    Nach dem erstmaligen Abrutschen aus den internationalen Rängen stellt sich beim Hamburger SV vor allem eine Frage: Wie lange darf Labbadia noch auf der Bank Platz nehmen? Zwar klammert sich der überforderte Übungsleiter an den Strohhalm Europa League, doch in dieser Verfassung ist Halbfinal-Gegner FC Fulham nicht zu bezwingen. «Wir wollten, aber es haben 10 bis 15 Prozent gefehlt, warum auch immer», sagte Labbadia mit leiser Stimme, «jetzt müssen wir schnell umschalten auf Europa League».

    Die zwei Gesichter, die der HSV international und in der Liga-Rückrunde zeigt, sind kaum erklärbar, aber höchst gefährlich. «Das darf nicht passieren, dass wir so schlecht spielen und uns nur auf die Europa League konzentrieren», sagte der wütende Piotr Trochowski, «das dürfen wir uns nicht erlauben». Der gefrustete Nationalspieler, den Labbadia seit Wochen mit einem Startelf-Bann belegt hat und nur aufbot, weil sich in Jonathan Pitroipa (Rippenbruch) die letzte Alternative für den Flügel erledigt hatte, zeigte noch die beste Leistung auf Seiten der Norddeutschen.

    «Wir tun in der Bundesliga zu wenig. Wir hatten eine ganze Woche Zeit, uns auf dieses Spiel vorzubereiten, wir sind bei Kräften, es darf keine Ausrede sein, dass wir viele Spiele hatten», redete Trochowski nach dem 51. Saisonspiel Klartext. Wie in der Vorsaison, als der Techniker gerade noch in letzter Minute mit seinem Tor gegen Dortmund das internationale Geschäft rettete, geht dem HSV auf der Zielgeraden die Luft aus. So schleicht Zé Roberto nur noch über das Spielfeld, Ruud van Nistelrooy rennt genervt in die Kabine, und Vorstandschef Bernd Hoffmann taucht ganz ab: Das Führungspersonal des Tabellen-Siebten gab kein gutes Bild ab.

    Und Labbadia, der schon nach dem desaströsen 0:0 gegen Hannover die Mannschaft über den grünen Klee gelobt hatte, wirkt ohne einen Sportdirektor an seiner Seite angeschlagen und ratlos. Eine Krisensitzung sollte die offensichtlichen Risse zwischen ihm und den Profis kitten, das Armutszeugnis gegen Aufsteiger Mainz sprach aber Bände. Für Verwirrung sorgte Labbadia zudem erneut mit seinen Auswechslungen: Als er David Jarolim nach 69 Minuten gegen Amateur Sören Bertram auswechselte, war das Kopfschütteln groß. Der Kapitän, einer der wenigen Befürworter des 44 Jahre alten Trainers in der Kabine, wollte hinterher lieber nichts Falsches sagen.

    «Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir nicht abrutschen», sagte Jerome Boateng, der beteuert, trotz seines Abschieds im Sommer noch ganz bei der Sache zu sein. Das beteuert auch Zé Roberto, den ein New Yorker Millionenangebot angeblich gar nicht interessiert. In der Summe gibt es im Saisonfinish an der Elbe wieder einmal zu viele Nebengeräusche und kein Aufbäumen.

    Umso erfrischender wirkten die Mainzer. «Sie haben gespielt, als ging es um den letzten Tropfen», staunte Coach Thomas Tuchel über seine Spieler, die mit 44 Punkten einen Erstliga-Vereinsrekord aufstellten. Genau um diesen letzten Tropfen kämpfte beim hoch ambitionierten HSV keiner, die dritte Heimniederlage gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner nach zuvor Bochum und Gladbach war kläglich. Den Rheinhessen reichte ein starker Konter und ein überragender Aristide Bancé (20.) mit seinem achten Saisontor. Tuchel weiß genau, was er an dem Klasse-Stürmer hat und will ihn erst in einigen Jahren zu einem Topverein ziehen lassen.

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