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    Kaiserslautern

    Gladbach hält an Frontzeck fest – FCK feiert

    Schlusslicht, Schießbude der Liga und kaum noch Spieler: Nach der 0:3-Niederlage im Kellerduell beim 1. FC Kaiserslautern schrillen bei Borussia Mönchengladbach alle Alarmglocken.

    Treuebekenntnis
    Borussia Mönchengladbach steht voll hinter seinem Coach Michael Frontzeck.

    «Natürlich ist das keine normale Situation. Wir sind Letzter», sagte Sportdirektor Max Eberl im Anschluss an das achte sieglose Bundesliga-Spiel nacheinander. Dem in der Branche üblichen Reflex, mit einem Trainerwechsel auf die sportliche Talfahrt zu reagieren, will Eberl aber weiterhin nicht nachkommen. «Nicht nur Michael Frontzeck steckt in dieser Situation, sondern ganz Borussia Mönchengladbach», sagte der 37-Jährige und erneuerte damit sein Treuebekenntnis zum Coach. «Es gibt keine Trainerdiskussion.»

    Allerdings weiß Frontzeck selbst, dass er bald Ergebnisse liefern muss. «Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass ich im März immer noch Trainer bin, wenn wir dann weiterhin nur sechs Punkte haben», sagte der 46-Jährige in der Sendung Doppelpass auf Sport1.

    Die Situation bei den «Fohlen» ist dramatisch. «Natürlich ist die Lage prekär. Wir müssen jetzt schnell punkten, damit der Abstand nicht zu groß wird», forderte Mittelfeldspieler Thorben Marx. «Bei Hertha BSC Berlin war die Lücke im vergangenen Jahr irgendwann so gewaltig, dass sie sie nicht mehr schließen konnten.»

    Die Hoffnungen der Verantwortlichen, der Pokal-Coup gegen Bayer Leverkusen habe «den Bock umstoßen», erfüllten sich in der Pfalz nicht. Zehn ordentliche Minuten zu Beginn jeder Halbzeit sind zu wenig, um im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga zu bestehen. Nach dem 0:1 durch Christian Tiffert (71. Minute) fiel die Elf vom Niederrhein wieder in ihre Einzelteile auseinander und erzürnte damit ihren Trainer. «Es ist nicht erklärlich, dass wir uns danach so auskontern lassen», bemängelte Frontzeck mit Blick auf die weiteren Treffer von Adam Nemec (83.) und Srdjan Lakic (88.).

    Der Borussia-Coach haderte zudem mit Mo Idrissou, der in der 51. Minute das Kunststück fertig gebracht hatte, den Ball aus fünf Metern am leeren Tor vorbeizuschieben. «Von einem gestandenen Profi kann ich eigentlich erwarten, dass er den macht», meinte auch Eberl. Zusammen mit Frontzeck hat der Sportdirektor inzwischen fast alle Hebel betätigt, um die Gladbacher auf Kurs zu bringen. Kurz-Trainingslager, Torwartwechsel, zwischenzeitliche Suspendierungen - alles fruchtete bislang nicht.

    Hinzu kommt eine beispiellose Personalnot, die den fünffachen Meister auch noch die nächsten schweren Wochen begleiten wird. «Wir müssen es mit diesem Kader schaffen, die Gesperrten oder Verletzten kommen vorerst nicht zurück», erklärte Frontzeck. «Ich bin ein großer Freund einer festen Achse im Team. Wenn dann der Torwart, die komplette Innenverteidigung und weitere Spieler ausfallen, dann wird es für uns schwer, das zu kompensieren.»

    Dass am Samstag ausgerechnet Bayern München in den Borussia Park kommt, macht die Situation nicht einfacher. «Vielleicht tun wir uns gegen solche Teams aber leichter», sagte Marx. «Wir müssen es gemeinsam anpacken.»

    Gemeinsam - das war auch das Schlüsselwort bei den Lauterern. «Dass hier heute fast 50 000 Zuschauer kommen und die Art und Weise, wie das Team aufgetreten ist, zeigen mir, dass alle verstanden haben, dass wir es nur gemeinsam schaffen können», sagte der am Samstag 48 Jahre alt gewordene Vorstandsboss Stefan Kuntz nach dem ersten Erfolg nach zuvor sieben sieglosen Partien.

    Mit «Kameradschaft und Wille», wie vom 54er Weltmeister Fritz Walter, der am Sonntag 90 Jahre alt geworden wäre, immer gefordert, kämpften die «Roten Teufel» den Gegner nieder. «Genauso wenig, wie wir zuvor in Panik verfallen sind, werden wir jetzt aber abheben», sagte der FCK-Coach bescheiden. Das Idol Fritz Walter wäre stolz auf seine Nachfahren.

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