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Frankfurt/Main

Fanprojekte: Rassismus in Stadion zurückgegangen

dpa

Als Erfolgsgeschichte bezeichnete Michael Gabriel die Arbeit der deutschen Fanprojekte im Kampf gegen Rassismus. «Der Rassismus in den Fußballstadien ist deutlich zurückgegangen», sagte der Leiter der Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt/Main.

KOS-Leiter
Michael Gabriel (Foto von 2007) ist Leiter der Koordinierungsstelle Fanprojekte (KOS) in Frankfurt/Main.

Probleme seien nur gemeinsam zu lösen. «Nie gegen die Fans», erklärte Gabriel und forderte die Vereine auf, intensiver Kontakt zu den meist jungen Menschen zu suchen. «Die Fans müssen spüren, dass ihre Unterstützung ernst genommen wird», meinte der KOS-Leiter bei der Vorstellung einer Broschüre, die unter dem Titel «Unsre Kurve – Kein Platz für Rassismus» die Arbeit von 21 Fanprojekten von Aue bis Wolfsburg dokumentiert.

Die Fanszene bringt sich auch in die noch bis zum 28. März währenden «Internationalen Wochen gegen Rassismus» intensiv ein. Gemeinsam mit dem Interkulturellen Rat in Deutschland, dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) wird von der Bundesliga bis zur Regionalliga mit Plakaten, Spruchbändern sowie zahlreichen Veranstaltungen auf das gesellschaftliche Problem aufmerksam gemacht. Die KOS und die angeschlossenen Fanprojekte beteiligten sich 2009 erstmals an den Wochen gegen Rassismus.

Lobend bewertete Gabriel die Zusammenarbeit von Werder Bremen und Hannover 96 mit der Fanszene. Abteilungen in den Geschäftsstellen seien entstanden, die nicht nur engen Kontakt zu den Fans hielten, sondern auch die Clubangestellten schulten. Weniger gut sei die Entwicklung dagegen im Umfeld von Borussia Dortmund. «Dort fehlt eine klare Positionierung gegen die rechte Szene», sagte Gerd Wagner von der KOS. Wichtig sei, dass Reaktionen aus der eigenen Fanszene kämen.

Die Ursprünge der «Internationalen Wochen gegen Rassismus» gehen bis ins Jahr 1960 zurück. Am 21. März des Jahres des Jahres wurden in Südafrika bei einer Demonstration für die Abschaffung der Rassendiskriminierung im Township Sharpeville 69 Demonstranten erschossen. Für diese Jahr sind allein in Deutschland bis jetzt mehr als 700 Veranstaltungen in 250 Städten geplant, berichtete Projektreferentin Britta Graupner vom Interkulturellen Rat. Die Bandbreite reicht von Schulinitiativen, Podiumsdiskussionen und Lesungen bis hin zu Sportveranstaltungen.

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