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    Ermittlungen gegen uneinsichtigen Wolfsburger Diego

    Wolfsburg (dpa) - Wolfsburgs Starspieler Diego muss nach seinem Tritt gegen Eintracht Frankfurts Kapitän Patrick Ochs mit einer Sperre rechnen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat ein Ermittlungsverfahren einleitet.

    Aufgefallen
    Wolfsburgs Diego (r) hat sich im Spiel gegen Frankfurt, hier im Zweikampf mit Sebastian Rode, nicht immer fair verhalten.
    Foto: DPA

    «Diego ist dringend verdächtig, sich eines krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit gegen den Gegner schuldig gemacht zu haben», begründete der DFB sein Vorgehen in einer Pressemitteilung.

    Aufgrund der Fernsehaufzeichnung wird dem Mittelfeldspieler vorgeworfen, «Ochs bewusst mit seinem linken Fuß auf dessen linken Fersenbereich gestiegen zu sein». Diego sah das ganz anders und zeigte sich einen Tag nach seinem Tritt gegen Ochs uneinsichtig. «Ich treffe ihn», sagte der brasilianische Fußballprofi zu dem Vorfall in der 80. Minute, bestritt aber jede Absicht. «Der Schiedsrichter hat die Szene gesehen und bewertet», erklärte Diego. Referee Thorsten Kinhöfer beteuerte jedoch, den Vorfall nicht gesehen zu haben. Deshalb kann der DFB nun nachträglich ermitteln.

    Auch VfL-Kapitän Marcel Schäfer hatte die Szene offensichtlich ganz anders gesehen als sein Mitspieler. «Das darf Diego nicht passieren», sagte es. Trainer Felix Magath hatte kommentiert: «Wenn er das absichtlich gemacht hat, dann war das nicht in Ordnung.»

    Ochs hatte unmittelbar nach dem 1:1 gesagt: «Diego ist eine kleine Drecksau. Er tritt mir extra in die Ferse.» Jeder habe das im Fernsehen sehen können und «jeder kann sich sein Urteil bilden». Der VfL-Profi konterte: «Ich war in seinem Rücken, da konnte er das gar nicht sehen.»

    Diego behauptet zudem, dass Ochs nach der Partie zu ihm gekommen sei und «sorry gesagt» habe. «Ich kann verstehen, dass er sich entschuldigt hat, weil er während des Spiels viele Fouls und blöde Sachen gemacht hat.»

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