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Nürnberg

«Club» im Hoch – Wiesinger: «Kann das einordnen»

dpa

Seinem Spitznamen «Zlatan» machte Nürnbergs Per Nilsson mit dem ersten Bundesliga-Doppelpack alle Ehre.

Bescheiden
Per Nilsson wollte sich nicht mit Zlatan Ibrahimovic vergleichen lassen.
Foto: Daniel Karmann – DPA

Eiskalt wie sein berühmter Fußball-Landsmann hatte der schwedische Abwehrrecke fast im Alleingang das 2:1 (0:0) gegen Mainz 05 perfekt gemacht und so die Europa-Träume der Franken forciert. Von Torjäger-Qualitäten à la Ibrahimovic wollte der 30-Jährige aber nichts wissen. «Mich mit Zlatan zu vergleichen wäre schon sehr übertrieben», sagte Nilsson lachend. Dabei ist er dank seiner Saisontore vier und fünf der erfolgreichste Torschütze des 1. FC Nürnberg in dieser Spielzeit – alter Schwede!

Dass der Defensivmann Top-Torjäger der Franken ist, steht wie als Beweis für den Aufschwung der «Club»-Minimalisten. Seit Trainer Michael Wiesinger in der Winterpause die Nachfolge von Dieter Hecking übernommen hat, gibt es nur eine Richtung – nach oben. Seit neun Spielen sind die Nürnberger ungeschlagen, in der Rückrundentabelle stehen sie auf Rang vier. «Es läuft einfach bei uns», sagte Torhüter Raphael Schäfer über den Höhenflug.

Vor allem dank der unglaublichen Effizienz bei Standards. 18 der bisher 33 «Club»-Tore fielen nach ruhenden Bällen, und fast immer war Hiroshi Kiyotake beteiligt. «Kiyo hat einfach einen überragenden Fuß», lobte Teamkollege Markus Feulner. Auch am Sonntag: Erst zirkelte der Japaner einen Freistoß auf Nilssons Kopf (54.), dann war es dessen Eckball-Hereingabe, aus der «Zlatans» zweiter Streich (69.) resultierte. «Wenn wir kein schönes Spiel machen, geht es eben über die Standards», erklärte Nilsson. «Das ist eine Waffe von uns.»

Eine höchst effiziente. So stand am Ende eines schwachen Auftritts der nächste Heimsieg, und den Hausherren war es egal, ob der Dreier wirklich verdient war. «Man kann viel negativ sehen oder man sieht eben das Positive: Die Mannschaft schlägt eiskalt zu, wenn es der Gegner anbietet», erklärte Schäfer. Nun lockt sogar Europa, nur noch vier Punkte Rückstand sind es auf Platz sechs.

Davon will Wiesinger, für den es auch um einen Vertrag für die neue Saison geht, nichts wissen. «Ich kann das alles gut einordnen», sagte er mit Blick auf den Höhenflug. «Wir sind absolut realistisch.» Auch was die nächste Aufgabe angeht: Am Samstag wartet Meister FC Bayern. «Das wird verdammt schwer», weiß Wiesinger.

Dies wird mit Blick auf den ersehnten Europa-Startplatz nun auch für Mainz. Zwar waren die Gäste das klar bessere Team, allein vor dem Tor wollte einfach zu wenig klappen. Ladehemmung hatte vor allem Torjäger Adam Szalai, der einen Foulelfmeter (28.) verschoss, so dass der Treffer von Nicolai Müller (60.) das einzige Erfolgserlebnis blieb. «So ein Spiel kann man eigentlich nur im Fußball verlieren», klagte Coach Thomas Tuchel.

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