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München

Boateng kommt zu Bayern – Wirbel um Neuer

Der FC Bayern hat den monatelangen Transferpoker um Nationalverteidiger Jerome Boateng beendet und seinen Wunschspieler für die Abwehrzentrale bekommen.

Mannschaftskollegen
Jerome Boateng (l) und Manuel Neuer spielen jetzt für den FC Bayern München.
Foto: DPA

Der 22-jährige gebürtige Berliner wird in den nächsten Tagen zur medizinischen Untersuchung in München erwartet, dann soll er einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Der deutsche Fußball-Rekordmeister einigte sich mit dem englischen Erstligaclub Manchester City auf den Wechsel. Die Ablöse beträgt laut englischen Medien 15 Millionen Pfund, also rund 17 Millionen Euro.

«Es waren intensive Verhandlungen und ein langer Weg, bis wir diesen Transfer nun zu einem guten Ende führen konnten. Mit Jerome Boateng haben wir unseren Wunschkandidaten für die Innenverteidigung zum FC Bayern geholt», sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. «Jerome Boateng ist ein junger deutscher Nationalspieler, der perfekt in die Philosophie des FC Bayern passt», erklärte Sportdirektor Christian Nerlinger.

Für Trainer Jupp Heynckes hatte die Verpflichtung des 13-fachen Nationalspielers oberste Priorität. In Holger Badstuber und Daniel van Buyten standen zuletzt nur zwei zentrale Abwehrspieler zur Verfügung, da der Brasilianer Breno erneute Knieprobleme hat.

Boateng, der derzeit noch mit ManCity im Trainingslager in Los Angeles weilt, ist nach Torwart Manuel Neuer, Rafinha, Nils Petersen und Takashi Usami der fünfte Neuzugang der Münchner. Boateng war erst im vergangenen Sommer für zwölf Millionen Euro vom Hamburger SV in die Premier League gewechselt. Im Kader der Bayern stehen nach der Verpflichtung von Neuer und Boateng nun acht aktuelle deutsche Nationalspieler.

Als weiteren Spieler haben die Bayern noch Arturo Vidal von Bayer Leverkusen auf der Wunschliste. «Ich bin noch immer zuversichtlich, dass er zu uns kommt. Denn einen Spieler zurückzuhalten, der wechseln will, das hat noch nie funktioniert», sagte Heynckes dem «Münchner Merkur».

Für skurrile Brisanz sorgt derweil der anhaltende Widerstand einiger Bayern-Fans gegen Neuer. Ultra-Fanclubs haben Benimmregeln für den Nationaltorwart aufgestellt. «Ihm wurde von uns mitgeteilt, wie er sich zukünftig in Bezug auf unsere Kurve zu verhalten hat», hieß es in einer von fünf Fan-Clubs gemeinsam verfassten Erklärung.

Nach einem Treffen mit Neuer am Dienstagabend teilten die Fangruppen mit, dass sich an ihrer Meinung zu Neuer nichts geändert habe. «Wenn sich Manuel Neuer aber an die besprochenen Verhaltensregeln und eine respektvolle Distanz hält, wird es keine weiteren organisierten Proteste und Aktionen geben», betonten sie. Die fünf Gruppierungen lehnen Neuer ab, weil er vom ungeliebten Bundesliga-Rivalen FC Schalke 04 kam und über Jahre die große Identifikationsfigur der «Königsblauen» gewesen war.

Der FC Bayern geht mit der neuerlichen Attacke gegen den Ex-Schalker vorerst gelassen um. «Früher wäre ich dagegen Sturm gelaufen. Heute sage ich: Lasst uns alle vernünftig miteinander umgehen», sagte Trainer Heynckes der «Bild»-Zeitung, «aber natürlich kann eine Minderheitsgruppe nicht fordern, dass sich ein Spieler so oder so zu verhalten hat».

Präsident Uli Hoeneß hofft auf Selbstregulierung und die Pro-Neuer-Stimmung bei der Mehrheit der Fans. «Ich kann mir gut vorstellen, dass es den übrigen Zuschauern dermaßen auf die Nerven geht, dass sie diese Leute irgendwann aus der Arena rausbrüllen werden. Und das haben sie sich dann auch selber zuzuschreiben», sagte Hoeneß dem Online-Portal der Münchner «tz».

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