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    München

    Bitter für van Gaal: Hoeneß-Kritik & Olic-Schock

    Im öffentlichen Streit zwischen Uli Hoeneß und Louis van Gaal will Karl-Heinz Rummenigge die beiden Bayern-Alphatiere zur Versöhnung an einen Tisch bringen.

    Van Gaal und Hoeneß
    Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit dem Münchner Trainer Louis van Gaal auf einer Pressekonferenz.

    Dafür lotete der Vorstandschef in Gesprächen mit dem überraschend attackierenden Präsidenten und dem gescholtenen Trainer schon einmal die Lage aus - «zeitnah» soll die gemeinsame Aussprache folgen. Nach dem Affront von Hoeneß gegen van Gaal übernimmt Rummenigge die Vermittlerrolle, «um über die derzeitigen Unstimmigkeiten zu sprechen und sie aus der Welt zu schaffen», wie es der FC Bayern München in einer Pressemitteilung formulierte.

    Mitten in den Liga-Aufschwung und in die Vorbereitung auf das Champions-League-Spiel bei CFR Cluj platzte aber nicht nur der hausgemachte Ärger. Zu allem Übel musste van Gaal mit Ivica Olic den nächsten Langzeitverletzten beklagen. Der kroatische Stürmer muss wegen einer Außenmeniskusverletzung und eines Knorpelschadens am Knie operiert werden und fällt sechs Monate aus.

    Bitter enttäuscht trat Olic die Reise zur OP in die USA an, sein Trainer musste neben dem nächsten personellen Rückschlag noch die kräftige Kritik verdauen. Eine öffentliche Reaktion auf die Hoeneß'schen Worte vom Vortag war von van Gaal nicht zu vernehmen; aber der Niederländer dürfte sich durch den TV-Auftritt des Vereinsbosses brüskiert gefühlt haben.

    Nur sechs Zeilen lang war die versandte Pressemitteilung des deutschen Fußball-Rekordmeisters, weitaus mehr Worte ließ Hoeneß beim wohl überlegten Auftritt auf der TV-Bühne fallen. «Es ist deshalb schwierig mit ihm zu reden, weil er anderer Leute Meinungen nicht akzeptiert», hatte Hoeneß beim Bezahl-Sender Sky über van Gaal gesagt und einen kleinen Einblick in das Zusammentreffen der beiden meinungsstarken Fußball-Fachleute zugelassen. «Er gibt dir immer das Gefühl: Du bist ein guter Kerl, ich respektiere dich, aber ich setze meinen Kopf durch.»

    Weniger auskunftsfreudig reagierten einen Tag vor der Abreise zur Königsklassen-Partie nach Rumänien, wo die Bayern vorzeitig ins Achtelfinale einziehen können, die Spieler. «Das ist eine Sache zwischen Präsidium, Vorstand und dem Trainer», meinte Andreas Ottl. Aber wie viel Sprengstoff hinter der Angelegenheit steckt, zeigt der Fakt, dass der Vorstand um Rummenigge sowie Sportdirektor Christian Nerlinger gemeinsam mit Hoeneß und van Gaal zusammen ein Gespräch führen wollen.

    Hoeneß war sich sicher, dass van Gaal seine Kritik nicht annehmen wird. Aber: «Er wird sie aufnehmen, und er wird damit leben müssen», sagte Hoeneß, der sich als langjähriger Manager ein ums andere Mal über präsidiale Attacken seines Amtsvorgängers Franz Beckenbauer hatte ärgern müssen.

    Anders als so oft, wenn es aus der vielgerühmten Abteilung Attacke plötzlich herausbrodelte, trat Hoeneß nach eigenen Worten mit Bedacht auf der TV-Bühne auf. Nach außen kam die Kritik zwei Tage nach dem 4:2 des wieder ins Rollen gekommenen FC Bayern über den SC Freiburg überraschend, für den Präsidenten aber war sie nur konsequent. «Ich will ja noch deutscher Meister werden, da muss man Reizpunkte setzen», sagte Hoeneß. Wenngleich Borussia Dortmund als Spitzenreiter schon auf zehn Zähler davongezogen ist. «Es wird eine Weile dauern, bis wir auf Augenhöhe sind», sagte Mario Gomez, der bis kurz vor dem Montagstraining «null Komma null» von der Situation mitbekommen haben wollte.

    Hoeneß machte sich im TV-Studio für die Spieler aus der zweiten Reihe stark, die den Münchnern gegen Freiburg den Sieg bescherten. Denn neben Martin Demichelis (39. Minute), der nach wie vor mit einem Wechsel im Winter liebäugelt, trafen die ebenfalls lange frustrierten Gomez (61.) und Anatoli Timoschtschuk (72.), dazu Toni Kroos (80.). Den ukrainischen Mittelfeldspieler Timoschtschuk bewertete Hoeneß, der wie Gomez vor van Gaals Amtsantritt geholt worden war, von der Tribüne als besten Spieler der zweiten Halbzeit.

    «Dann wundert man sich, wenn man ein Jahr lang hört, dass er nicht gut genug für Bayern sei. Jetzt zeigt sich plötzlich, dass die Spieler sehr brauchbar sind», sagte Hoeneß. «Da ist dem einen oder anderen bei uns Unrecht geschehen.» Da er nicht mehr an den montäglichen Runden beim Club teilnehme, habe er nicht mehr viel mit van Gaal zu besprechen, meinte der Präsident. Grundsätzlich mahnte er jedoch an: «Es ist ähnlich wie bei Felix Magath: Ein Fußball-Verein darf heutzutage keine One-Man-Show mehr sein.»

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