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Bremen

Baustelle Bremen: Werder sucht nach Lösungen

dpa

Werder Bremen drohen die Felle davonzuschwimmen. Mit der aktuellen Ergebniskrise ist für den hanseatischen Altmeister nicht nur die Qualifikation für die Europa League stark gefährdet, sondern auch der Verbleib von Topstürmer Claudio Pizarro.

Fragezeichen
Werder bangt um Topstürmer Claudio Pizarro.
Foto: Carmen Jaspersen – DPA

Nach der deutlichen 0:3-Heimpleite gegen den FSV Mainz 05 sind die Bremer erstmals seit dem 2. Spieltag nicht mehr unter den besten sechs Teams der Fußball-Bundesliga. «Wenn wir so weiterspielen, schaffen wir es nicht, uns international zu qualifizieren», betonte Werder-Manager Klaus Allofs ernüchtert.

Auch der nach seiner Sperre zurückgekehrte Pizarro konnte die zehnte Saisonniederlage nicht abwenden. Der Peruaner hatte mit seiner Vertragskündigung schon vor der Partie für zusätzliche Unruhe gesorgt. «Dass spekuliert wird, kann ich nicht ändern», sagte Allofs, «aber von den Spielern möchte ich Vertragsangelegenheiten in den nächsten Wochen nicht mehr als Thema in der Öffentlichkeit hören – das lenkt nur von wichtigeren Dingen ab.» Dennoch: Sollte Werder nächste Saison nicht international spielen, dürfte Pizarro eine neue Herausforderung suchen. Dank seiner Kündigung hat der 34 Jahre alte Torjäger, an dem unter anderem der FC Bayern München und die Queens Park Rangers interessiert sein sollen, die freie Auswahl.

Neben «Pizza» kokettiert auch Innenverteidiger Naldo mit einem Wechsel. Gremio Porto Alegre bemüht sich um den Brasilianer. «Bei uns laufen jede Saison zwischen acht und 13 Verträgen aus», sagte Allofs. Dies sei keine ungewöhnliche Situation. «Versprechen kann ich aber, dass wir auch zur neuen Saison einen ausreichend großen Kader mit genügend Qualität haben werden.» Ob diese aktuell aber ausreicht, scheint angesichts der jüngsten Rückschläge fraglich: Vier der letzten sechs Spiele hat das Team von Coach Thomas Schaaf verloren. «Unser Ziel Europa League ist gefährdet», gab Allofs unumwunden zu.

Zumal den Hanseaten das Pech treu bleibt. Am Sonntag meldete der Club gleich vier weitere verletzte Spieler auf einen Schlag. Naldo und Philipp Bargfrede fallen mit Muskelfaserrissen aus, Sokratis hat Knieprobleme, und Onur Ayik muss sogar erneut operiert werden, teilten die Bremer mit. Der gerade nach einem Kreuzbandriss zurückgekehrte Mittelfeldspieler habe einen Innenband- und einen Innenmeniskusriss im rechten Knie erlitten und werde am Donnerstag operiert, hieß es.

Jene Tugenden, die Bremen aktuell abgehen, brachte Mainz auf den Rasen. Mit Leidenschaft, Cleverness und Durchsetzungsvermögen entführte die Elf von Trainer Thomas Tuchel drei wichtige Zähler aus der Hansestadt. «Wir hatten den Anspruch, an unser Limit zu gehen – das haben wir geschafft», lobte Tuchel die nicht unbedingt attraktive, aber effektive Mainzer Spielweise. «Für unsere engagierte und aufopferungsvolle Leistung sind wir dann belohnt worden.»

Dem Ex-Bremer Mohamed Zidan verpasste Tuchel einen Denkzettel und ließ den Ägypter an alter Wirkungsstätte 90 Minuten auf der Bank. Auch nach dem verletzungsbedingen Ausscheiden von Adam Szalai, der in der 19. Minute den Führungstreffer erzielt hatte, zog Tuchel Eric Maxim Choupo-Moting vor. Der frühere Hamburger dankte es mit seinem neunten und zehnten Saisontor (48., 74.). «Ich freue mich, dass ich doppelt getroffen habe und damit der Mannschaft helfen konnte», sagte Choupo-Moting. «Natürlich möchte ich gern jedes Spiel von Anfang an machen, aber ich respektiere die Entscheidungen des Trainers.»

Das Polster auf den Relegationsplatz baute der FSV mit dem Dreier auf fünf Punkte aus. «Da alle Mannschaften um uns herum – außer Köln – ebenfalls gepunktet haben, war der Sieg für uns enorm wichtig», betonte der Doppeltorschütze und war zum Scherzen aufgelegt. Denn als Bremens Schlussmann Tim Wiese und Verteidiger Clemens Fritz sich uneins waren, nutzte der 23-Jährige die Gunst der Sekunde und schob lässig zum 3:0 ein: «Wenn sich zwei streiten, freut sich Choupo!»

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