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Hamburg

24-Stunden-Tag zu kurz: Arnesen strukturiert HSV

dpa

Der Hamburger SV hat erst zwei Transfers abgeschlossen, arbeitet aber fieberhaft an neuen Strukturen und einem neuen Gesicht. Aber für Spieler wie Guy Demel und Joris Mathijsen, die bei Verkauf Geld in die leere Vereinskasse der Hanseaten spülen könnten, liegen keine Angebote vor.

Rastlos
HSV-Sportchef Frank Arnesen gönnt sich derzeit nur selten eine Pause.
Foto: DPA

«Man kann sich selbst unter Druck fühlen, aber ich kann nicht mehr tun als ich kann», sagt der neue Sportchef Frank Arnesen, für den der Tag derzeit mehr als 24 Stunden haben könnte. Das Spielerkarussell käme erst langsam in Gang, meint der Däne aus Erfahrung. Ohne internationales Geschäft können zudem keine großen Ablösesummen gezahlt werden.

«Wir können nicht alles kaufen, wir müssen selbst ausbilden», sagt der 54-Jährige und lobt vor allem den ersten Neuzugang aus Chelsea, Michael Mancienne, der für rund zwei Millionen Euro die Abwehrkette des HSV stabiler und flexibler machen soll. Gemeinsam mit Trainer Michael Oenning hat er analysiert, dass das Spiel der Hanseaten schneller werden muss. Am Freitag verpflichtete der HSV im Italiener Jacopo Sala (19) einen weiteren hoffnungsvollen Youngster aus dem Nachwuchs der «Blues».

«Er ist wirklich ein sehr guter Trainer, vor allem in unserer jetzigen Situation. Er weiß sehr gut mit jungen Spielern umzugehen, er kann sie formen und entwickeln», beteuert Arnesen. Oenning kenne jeden deutschen Nachwuchsspieler. «Wir dürfen nicht nur auf heute schauen. Wir müssen schon jetzt unsere Spieler für morgen entwickeln. Und da ist Michael genau der richtige Mann.»

Erfahrene Profis wie Piotr Trochowski, die nicht für den modernen Tempofußball stehen, sind gegangen. Auch Ruud van Nistelrooy war nicht mehr erste Wahl. Der niederländische Torjäger hat mittlerweile beim spanischen Erstligaclub FC Malaga angeheuert. Bei der Verpflichtung von Neuen in Hamburg muss Arnesen bescheiden sein, spricht immer wieder von Nachwuchsspielern, die an der Elbe reifen sollen.

Ein unbefriedigender Platz acht mit teuren Altstars kam in der abgelaufenen Saison heraus – für 2012 will Arnesen nicht einmal ein festes Ziel ausgeben. «Ein Umbruch birgt immer auch Risiko, aber es soll ein neuer Geist herrschen, es soll ein Neuanfang mit einer guten Basis werden», erklärt der emsige sportliche Leiter, bei dem die Spielervermittler Schlange stehen. «Ich spüre doch, dass alle sehr gern ihre Spieler beim HSV unterbringen wollen».

Den einzigen deutschen Berater, den er aus seiner Zeit beim FC Chelsea kannte, war Michael Ballacks Partner Michael Becker. Beim HSV laufen sie ihm nun die Bude ein. Mehrmals am Tag wechselt er die Sprachen von Deutsch zu Englisch, dann Holländisch und Spanisch. «Ich komme manchmal etwas durcheinander», gibt der Däne nach zwei Wochen intensiver Arbeit im Norden zu.

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