Archivierter Artikel vom 03.07.2020, 15:02 Uhr
Berlin

«Das deutsche Wembley»

Pokalfinale der Männer bis 2025 im Berliner Olympiastadion

Seit 1985 findet das Endspiel um den DFB-Pokal der Männer im Berliner Olympiastadion statt. Und das wird auch so bleiben. Am Freitag wurde der Vertrag bis 2025 verlängert. Es gab andere Interessenten, ein Standortwechsel war laut DFB aber nie ein Thema.

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Olympiastadion Berlin
Das Endspiel um den DFB-Pokal der Männer wird bis mindestens 2025 im Berliner Olympiastadion ausgetragen.
Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin (dpa). Das Berliner Olympiastadion bleibt bis mindestens 2025 das „deutsche Wembley“.

DFB-Präsident Fritz Keller und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller unterzeichneten am Tag vor dem diesjährigen Pokal-Endspiel zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Bayern München (Samstag, 20.00 Uhr/ARD und Sky) einen entsprechenden Vertrag. Der DFB-Pokalsieger der Männer wird demnach auch in den kommenden fünf Jahren im Berliner Olympiastadion ermittelt.

„Es ist das Highlight des Fußballs in jedem Jahr. Das deutsche Wembley“, sagte Keller in Berlin: „Deshalb nehmen wir die Gastfreundschaft dieser großartigen, kulturreichen Stadt weiterhin an.“ Der Wettbewerb wird seit 1952 unter dem Namen DFB-Pokal ausgetragen, schon seit 1985 steigt das Finale jährlich in Berlin. Dank der speziellen Atmosphäre im Olympiastadion gab es schon früh Vergleiche mit dem englischen Pokalfinale, das alljährlich im Londoner Wembleystadion ausgetragen wird.

Müller ließ durchblicken, dass Berlin durchaus Konkurrenz im Werben um das Endspiel gehabt habe. „Dass sich mehrere Städte darum bemühen, Austragungsort sein zu wollen, ist doch klar“, sagte der Regierende Bürgermeister. DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius versicherte jedoch, dass ein Standortwechsel kein Thema gewesen sei. „Es gab keine Überlegungen, den Endspielort zu wechseln“, sagte Curtius: „Für mich ist dieses Finale Magie. Und der Schlachtruf 'Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin' ist zu einer solchen Marke geworden, dass es im Interesse des deutschen Fußballs ist, daran festzuhalten.“

Müller ist sich aber bewusst, „dass das für uns in Berlin kein Selbstläufer ist. Wir müssen uns Mühe geben und uns weiterentwickeln. Der DFB hat Ansprüche, die Clubs haben Ansprüche, denen müssen wir gerecht werden.“ Müller erklärte aber auch mit Berliner Selbstverständnis: „Es ist der finale Schlusspunkt eines besonderen Wettbewerbs. Und so ein Finale gehört auch an einen besonderen Ort, in ein besonderes Stadion.“

Es sei bitter, dass diesmal keine Zuschauer beim Finale dabei sein könnten. „Das tut uns in der Seele weh“, erklärte Keller. „Dieses Jahr haben wir besondere Bedingungen“, sagte Müller: „Und im nächsten Jahr feiern wir dann umso mehr.“

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