Archivierter Artikel vom 13.05.2012, 18:40 Uhr
Dortmund

Hunderttausende Fans feiern Double-Gewinner BVB

Dortmund hat dem Double-Gewinner einen grandiosen Empfang bereitet. Rund 200 000 schwarz-gelbe Fußballfans säumten beim Autokorso die Straßen. Um 18.09 Uhr setzte sich der BVB-Truck mit Borussia-Spielern, Trainer und Vereinsbossen in Bewegung.

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Mit dem Pokaltriumph schafften die Dortmunder erstmals das Double. Foto: Kay Nietfeld – DPA

Der BVB hat das Double geschafft: Das Team von Jürgen Klopp ist nicht nur Deutscher Meister, sondern hat sich mit einem beeindruckenden 5:2 gegen den FC Bayern München auch noch den DFB-Pokal geholt. Hier kommen Szenen eines wahrgewordenen schwarz-gelben Traums.

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Dortmunds Shinji Kagawa (C) trifft zum 1:0.

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Dortmunds Maskottchen Emma.

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Dortmunds Shinji Kagawa feiert mit Marcel Schmelzer.

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Münchens Mario Gomez (L) und der Dortmunder Tormann Mitchell Langerak.

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Mats Hummels (C) feiert mit Neven Subotic nach dem 2:1.

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Fans vom FCB.

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Bundespräsident Joachim Gauck, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Nationalcoach Joachim Löw.

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Mats Hummel, Roman Weidenfeller, Robert Lewandowski, Neven Subotic, Sebastian Kehl, Kevin Großkreutz, Jakub Blaszczykowski, Lukasz Piszczek, Marcel Schmelzer, Ilkay Guendogan und Shinji Kagawa posieren fürs BVB-Gruppenfoto.

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BVB-Fans machen Stimmung.

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Das Olympiastadion in Berlin.

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Rea Garvey von „Reamonn“ singt vor dem DFB-Pokal-Endspiel.

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Die frühere Biathletin Magdalena Neuner bringt vor Anpfiff die Trophäe.

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Münchener Fans unterstützen ihren FCB.

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Magdalena Neuner.

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Der Himmel über Berlin.

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Hostessen schreiten durchs Stadion.

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Bayern-Coach Jupp Heynckes.

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Shinji Kagawa.

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Jürgen Klopp (C) feiert nach dem 5:2.

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Das 1:0 durch Kagawa.

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Knapp: Manuel Neuer kann den Elfmeterschuss von Mats Hummels nicht halten.

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Mats Hummels trifft zum 2:1.

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Luiz Gustavo und Franck Ribery (R) gegen Shinji Kagawa (C).

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Jerome Boateng (C) und Dortmunds Jakub Blaszczykowski.

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Arjen Robben feiert den Ausgleich nach Elfmeter.

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Shake hands: Jupp Heynckes (R) und Jürgen Klopp.

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Heynckes.

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Klopp.

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Angela Merkel spricht mit DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

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Roman Weidenfeller bei Robbens Elfmeterschuss.

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Ex-Biathletin Magdalena Neuner.

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Klopp.

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Schiri Peter Gagelmann (r) und Sebastian Kehl.

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Roman Weidenfeller verlässt das Spielfeld.

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Jerome Boateng (R) und Kagawa.

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Holger Badstuber, Manuel Neuer und Jerome Boateng.

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Hummels.

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Roman Weidenfeller (L) wird von Mitchell Langerak ersetzt.

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Roman Weidenfeller wird ärztlich versorgt.

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Robert Lewandowski (L) trifft zum 3:1.

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Hummels (C) feiert mit Neven Subotic und Kevin Großkreutz.

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Die Dortmunder.

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Berlins OB Klaus Wowereit, Bundespräsident Joachim Gauck, Daniela Schadt, DFB-Chef Wolfgang Niersbach, Kanzlerin Angela Merkel und ihr Sprecher Steffen Seibert.

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Roman Weidenfeller.

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Roman Weidenfeller (C) und Schiri Peter Gagelmann.

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Magdalena Neuner.

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Coach Jupp Heynckes spricht mit David Alaba.

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Jupp Heynckes.

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Bastian Schweinsteiger.

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Jerome Boateng und Jakub Blaszczykowski.

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Klaus Wowereit spricht mit Herbert Heiner von Adidas, daneben Minister Hans-Peter Friedrich und Horst Seehofer.

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Mario Gomez am Boden.

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Robert Lewandowski.

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Arjen Robben nach dem 1:1.

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Jerome Boateng und Jakub Blaszczykowski.

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Horst Seehofer (L-R), Karl-Heinz Rummenigge, Karl Hopfner, Uli Hoeneß.

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Jürgen Klopp spricht mit Jakub Blaszczykowski.

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Etwa 18.000 Borussia Dortmund-Fans haben sich während des DFB-Pokal-Finals Borussia Dortmund gegen Bayern München zum Public Viewing in der Waldbühne in Berlin versammelt.

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Die Borussia Dortmund-Fans bejubeln den Führungstreffer zum 1:0 während des DFB-Pokal-Finals.

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Beim Public Viewing.

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Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund schauen auf dem Friedensplatz in Dortmund das DFB-Pokal Finale gegen Bayern München und jubeln.

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Fans auf dem Friedensplatz in Dortmund.

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Gleich zum Auftakt erlebte der Tross eine Überraschung: Offensichtlich ein Schalke-Fan in Königsblau gratulierte dem BVB auf einem Plakat: «BVB – Wahnsinn. Herzlichen Glückwunsch!» Zuvor waren die Borussen am Nachmittag auf dem Dortmunder Flughafen von 400 Ehrengästen empfangen worden. Bereits zum zweiten Mal nach der Meisterschaft 2011 trug sich das Team in das Goldene Buch der Stadt ein und reiste dann weiter zur Titelfeier in die City.

Den Höhepunkt bildete um 19.09 Uhr die Umrundung des Borsigplatzes, Geburtsstätte des BVB 09. Kapitän Sebastian Kehl mit der Meisterschale in der Hand und Patrick Owomoyela mit Pokal und geschientem Bein gaben vorn auf dem Truck den Takt an.

«Am Borsigplatz kamen sogar mir die Tränen», bekannte BVB-Coach Jürgen Klopp. Und Sportdirektor Michael Zorc war aus dem Häuschen ob der riesigen Begeisterung: «Es ist unglaublich. Noch mehr Menschen als im vergangenen Jahr. Ist ja auch klar: Diesmal kommen wir mit zwei Trophäen.»

Hinten auf dem Wagen beteuerte Shinji Kagawa, dass er seine Entscheidung, ob er beim BVB bleibt, bald bekanntgeben werde. Trainer Jürgen Klopp orakelte mit heiserer Stimme, dass die Borussia in der kommenden Saison in der Champions League deutlich weiter kommen werde als in der vergangenen. Auf das Finale wollte er sich aber nicht festlegen lassen.

Torhüter Roman Weidenfeller, bis sieben Uhr am Sonntagmorgen am Bierglas aktiv, vergaß angesichts der feiernden Fans sogar die geprellten Rippen. Nach einem Zusammenprall mit Bayern-Stürmer Mario Gomez hatte der BVB-Keeper im Finale seinen Platz vorzeitig räumen müssen, war aber beim Feiern wieder dabei.

Mehr als 10 000 Fans auf dem Borsigplatz verhinderten am Abend, dass ihre Idole allzu schnell auf die letzten drei Korso- Kilometer gehen konnten. Mehrere zehntausend Anhänger mussten am Straßenrand warten, ebenso viele Fans verfolgten das Geschehen live über Großleinwände in der Innenstadt. Bereits am Samstag hatten in Berlin und Dortmund zusammen 100 000 BVB-Anhänger bis tief in die Nacht gefeiert. Hit Nummer eins war Norbert Dickels «Borussia, schenk uns die Schale und den Pokal noch obendrein». Insgesamt ließ damit am Wochenende mindestens eine Viertelmillion Anhänger ihre Borussia hochleben.

Etliche Borussen-Fans hatten sich während des Pokalfinales allerdings daneben benommen. In Berlin nahm die Polizei 88 randalierende Anhänger aus Dortmund und München fest. Darunter waren mehrere BVB-Fans, die Polizisten mit Flaschen verletzt hatten. Beim Public Viewing in Dortmund sprach die Polizei am Samstag 38 Platzverweise aus und nahm neun Randalierer fest.