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Pleite in Paris: Neymar-Express überrollt Bayern

Ein Zeichen wollte der FC Bayern bei Paris Saint-Germain setzen. Trainer Ancelotti griff mit neuer Aufstellung daneben. Neymar, Cavani, Mbappé und Co. demütigten den deutschen Vorzeigeclub über 90 Minuten.

PSG-Torschützen
Edinson Cavani (r) gratuliert Neymar zu dessen Treffer zum 3:0.
Foto: Peter Kneffel – dpa

Paris (dpa). Ein völlig überforderter FC Bayern hat mit einer schweren Niederlage gegen den von Topstar Neymar angeführten Titelanwärter Paris Saint-Germain das Debakel der Bundesliga-Clubs in der Champions League komplettiert.

Cavani trifft
Edinson Cavani erzielt das 2:0 für PSG – Bayern-Keeper Ulreich ist machtlos.
Foto: Thibault Camus – dpa

Der deutsche Rekordmeister ging nur 24 Stunden nach den Schlappen von Borussia Dortmund und RB Leipzig im Pariser Prinzenpark-Stadion mit 0:3 (0:2) unter.

Neymar und Müller
Bayern-Kapitän Thomas Müller (r) versucht Neymar vom Ball zu trennen.
Foto: Peter Kneffel – dpa

Dani Alves (2. Minute), Edinson Cavani (31.) und Neymar (63.) erzielten die Tore für die Hochgeschwindigkeitsfußballer von PSG, die von der brüchigen Münchner Defensive nicht aufzuhalten waren. Die höchste Niederlage in einem Vorrundenspiel der Königsklasse war eine Demütigung für die Münchner – und besonders auch für Carlo Ancelotti. Der Trainer hatte eine verblüffende Aufstellung gewählt, die floppte. „Wir hatten nur gestandene Spieler auf dem Platz, mit teilweise mehr als 50 Spielen in der Champions League. Wir dürfen nicht so früh das Gegentor bekommen. Das war fatal“, sagte Neuzugang Niklas Süle.

Enttäuschte Bayern
Thomas Müller (l) und Corentin Tolisso nach dem 2:0 von Cavani für PSG am Anstoßpunkt.
Foto: Peter Kneffel – dpa

Er spielte überraschend in der Innenverteidigung neben Javi Martinez, das Weltmeister-Duo Mats Hummels und Jérôme Boateng guckte nur zu. „Riskant nicht, ich habe so aufgestellt, dass wir die Kontrolle haben über das Spiel. Das war schon durchdacht, das war nicht das Problem“, sagte Ancelotti, der vorne anstatt mit Arjen Robben und Franck Ribéry Thomas Müller und James Rodriguez spielen ließ. „Wir sind eine Mannschaft, der Trainer trifft die Entscheidung“, sagte Müller, der mit seinen Kollegen der PSG-Bestformation mit dem Traumtrio Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappé gegenüberstand.

Neymar
PSG-Superstar Neymar trauert einer vergebenen Chance nach.
Foto: Christophe Ena – dpa

Und 222-Millionen-Mann Neymar sorgte gleich für einen Paukenschlag, zog an Thiago vorbei in den Strafraum und spielte quer auf den völlig freistehenden Alves. Der vollendete nach rund 90 Sekunden gegen Bayern-Keeper Sven Ulreich. „Das darf nicht passieren. Wir müssen uns auf jeden Fall etwas einfallen lassen“, sagte Joshua Kimmich. Die Bayern erholten sich schnell von diesem Schock, nahmen das Spiel in die Hand und erarbeiteten sich optisch ein Übergewicht. Viele Eckbälle und Halbchancen von Müller (12. Minute) und Martinez (19.) sprangen dabei heraus.

Thiago Silva und Lewandowski
Bayern-Angreifer Robert Lewandowski (r) und PSG-Akteur Thiago Silva beim Zweikampf.
Foto: Peter Kneffel – dpa

Der Eindruck verflüchtigte sich aber schnell, weil PSG gnadenlos die fehlende Kompaktheit der Bayern in der Rückwärtsbewegung ausnutzte. Mit schnellen Pässen und Läufen spielten sich die Gastgeber große Chancen heraus. Neymar verstolperte nach einem Konter das mögliche 2:0 (22.), Cavani verzog wenig später (27.).

Führungstreffer PSG
Dani Alves (r) lässt Bayern-Keeper Sven Ulreich keine Chance und trifft zum 1:0 für PSG.
Foto: Christophe Ena – dpa

Dann aber zeigte der Uruguayer seine Weltklasse, als er nach Ablage von Mbappé mit einem Schuss aus 16 Metern das 2:0 erzielte. In der Folge zeigten sich in der Defensive des deutschen Meisters fast Auflösungserscheinungen. Ulreich verhinderte gegen Cavani das mögliche 0:3 (37.) – und Neymar kam zu spät (38.). Die Bayern waren mit dem Zwei-Tore-Rückstand zur Pause bestens bedient.

Zur zweiten Halbzeit brachte Ancelotti Sebastian Rudy und Kingsley Coman für die wirkungslosen James und Corentin Tolisso. Damit wechselte er die vermeintlichen Topzugänge aus. Bei den Bayern ragte nur Martinez heraus, der vorne Chancen hatte und hinten ausbügelte, was er konnte. Ausfälle waren hingegen Thiago und Arturo Vidal. Die Demütigung war das 0:3, als Mbappé sich durch die Bayern-Abwehr spielte und Neymar abstaubte. Robben auf Bayern- und Draxler auf PSG-Seite kamen rein, als das Spiel entschieden war.

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