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Dortmund

Klopp: «Mussten das Glück erzwingen»

dpa

Fragen an Jürgen Klopp, Trainer von Borussia Dortmund, nach dem 3:2 im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Málaga.

Jürgen Klopp
Jürgen Klopp ließ nach dem Schlusspfiff seinen Emotionen freien Lauf.
Foto: Federico Gambarini – DPA

Was haben Sie Ihren Spielern direkt nach diesem verrückten Fußball-Spiel gesagt?

Klopp: «Da war nichts Sinnvolles dabei. Wir haben uns einfach nur in den Armen gelegen. Heute waren wir nicht so gut und haben trotzdem gewonnen. Wir sind dementsprechend gut drauf.»

Woran lag es, dass sich Ihre Mannschaft vor allem in der 1. Halbzeit gegen die starken Spanier schwergetan hat?

Klopp: «Wir haben heute das schlechteste Champions-League-Spiel gemacht. Man hat gesehen, dass die Mannschaft unbedingt in die nächste Runde wollte. Das kann dann schon mal dazu führen, dass man nicht locker und flockig Fußball spielt. Aber man muss Spiele auch an regnerischen Tagen gewinnen, heute hat es bei uns sogar richtig geschifft – im übertragenden Sinn. Wir waren nicht beseelt vom Fußballgeist, sondern wir haben gearbeitet. Das ist auch aller Ehren wert.»

Wie kommentieren Sie die unglaubliche Schlussphase?

Klopp: «Wir mussten das Glück erzwingen. Die größten Spiele in der Geschichte des Fußballs sind nicht deshalb in Erinnerung geblieben, weil sie so fantastisch waren und der eine Gegner total unterlegen war, sondern weil es ganz eng war und am Ende noch eine Wendung kam, die man nicht mehr für möglich gehalten hätte. Deshalb werde ich dieses Spiel niemals vergessen. Hätten wir in der 75. Minute 3:0 geführt, hätte ich es vergessen. So wird es mir in Erinnerung bleiben – und das ist cool.»

Wie beurteilen Sie die Schiedsrichterleistung und die Kritik der Spanier? Beim 3:2 gab es eine Abseitsposition ...

Klopp: «Ich kann jede Regung des enttäuschten Verlierers nachvollziehen. Man hat mir gesagt, dass unser erstes Gegentor knapp abseits war und das zweite auch. Dann sind wir immer noch zwei vorne. Wir haben auch schon große Spiele verloren, man fühlt sich danach häufig ungerecht behandelt. Aber über beide Spiele gesehen, sind wir verdient weitergekommen. Wir haben heute Glück gebraucht, aber nicht das Gefühl, unverdient in die nächste Runde eingezogen zu sein.»

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