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    Bayern-Gegner Marseille hat das Siegen verlernt

    Bayern Münchens Champions League-Gegner Olympique Marseille hat das Siegen verlernt: Vier Tage vor dem Viertelfinal-Hinspiel gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister mussten sich die Südfranzosen mit einem 1:1 (0:0) beim Abstiegskandidaten OGC Nizza begnügen.

    Problem
    Trainer Didier Deschamps konnte mit Olympique Marseille erneut nicht gewinnen.
    Foto: Guillaume Horcajuelo - DPA

    Immerhin beendeten sie damit eine schwarze Serie von sieben Pflichtspiel-Pleiten - Selbstvertrauen aber gab das Remis wohl kaum. Zuletzt war OM sogar gegen einen Drittligisten aus dem Pokal geflogen.

    «OM verliert zumindest nicht mehr», titelte die Sportzeitung «L'Équipe» auf der ersten Seite. Auch Trainer Didier Deschamps gewann der sehr schwachen Vorstellung seiner Schützlinge Positives ab: «Der gewonnene Punkt ist wie ein Verband, die Blutung ist gestoppt», sagte er. Das Unentschieden löse zwar die Probleme nicht, werde aber gut «für die Köpfe der Spieler» sein, so der Weltmeister von 1998.

    Nach dem Remis hat Olympique in der französischen Meisterschaft allerdings fast alle Chancen auf einen Platz in der Champions League der kommenden Saison verspielt. Der Vorjahres-Zweite der Ligue 1 liegt neun Runden vor Schluss bereits 13 Zähler hinter dem Tabellendritten OSC Lille. In Nizza hatte André Ayew die Gäste in der 56. Minute in Führung gebracht, doch der Argentinier Fabián Monzón glich in der 76. per Foulelfmeter aus. Marseille musste die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl spielen, nachdem Charles Kaboré in der Nachspielzeit von Durchgang eins die Rote Karte gesehen hatte.

    24 Torschüssen der Hausherren konnte Marseille nur zwei magere Versuche entgegensetzen. Damit egalisierte OM den Negativ-Saison-Rekord von Neuling AJ Ajaccio. Olympique-Tormann Steve Mandanda war wieder der überragende Akteur seines Teams. Doch der Nationaltorhüter muss am Mittwoch im Hinspiel gegen die Bayern im Stade Vélodrome ebenso wie der erfahrene Innenverteidiger Souleymane Diawara gesperrt zuschauen. Diawara musste am Samstag zudem verletzt ausgewechselt werden, sein Einsatz im Rückspiel ist fraglich.

    Die Profis der «Hellblauen» hüllten sich nach dem Abpfiff in Schweigen, nur Rod Fanni wollte etwas sagen: «Wir haben endlich den Teufelskreis gebrochen und jene Solidarität wiedergefunden, die zuletzt verloren gegangen war», beteuerte der rechte Außenverteidiger. «L'Équipe» warnte aber: «Um den Bayern am Mittwoch Paroli zu bieten, werden ganz andere Argumente nötig sein.»

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