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Wirbel um Werner – Leipzig vor Einzug in Champions League

Wenn Leipzig im August zum Viertelfinale der Champions League antritt, wird Timo Werner wohl nicht dabei sein. Der Stürmer verzichtet angeblich wegen des nahenden Wechsels zu Chelsea freiwillig auf die große Bühne.

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Timo Werner
Leipzig-Stürmer Timo Werner steht vor einem Wechsel zum FC Chelsea.
Foto: Hannibal Hanschke/reuters/Pool/dpa

Leipzig (dpa). Doppel-Stress um die Champions League: Mit einem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf am Mittwoch (20.30 Uhr/Sky) kann RB Leipzig den erneuten Einzug in die Königsklasse des Fußballs nahezu perfekt machen.

Andererseits muss der Bundesliga-Dritte für den Rest der laufenden Saison in der Champions League wohl ohne seinen besten Stürmer auskommen. Timo Werner will angeblich nur bis Ende Juni für Leipzig auflaufen – und sich danach lieber direkt um seinen Umzug nach London kümmern.

Trainer Julian Nagelsmann gab sich völlig entspannt. „Er ist aktuell ganz normal in meinen Planungen drin, dass er in der Champions League spielt. Er ist unser Spieler und hat noch nirgends anders unterschrieben“, sagte der 32-Jährige und schwärmte von den Vorzügen seines Stars: „Seine Bedeutung für RB Leipzig ist außergewöhnlich. Er hat eine unglaublich gute Quote, was man sich von einem Stürmer immer erhofft.“ In der Bundesliga steht Werner aktuell bei 25 Toren und acht Vorlagen.

Die „Bild“ hatte berichtet, dass der Nationalspieler freiwillig auf das mögliche Finalturnier der Champions League im August in Lissabon verzichtet. Denn Werner will zum FC Chelsea wechseln, im Juli seinen Umzug in die britische Hauptstadt vorantreiben und im August bei seinem neuen Club ins Training einsteigen. Der Transfer Werners nach London für die fixe Ablöse von 53 Millionen Euro ist nach dpa-Informationen nur noch eine Frage der Zeit. RB hält sich bedeckt, kommentiert keinerlei Berichte.

Die UEFA will am Mittwoch den Fahrplan für ein Finalturnier der diesjährigen Auflage der Königsklasse festzurren. Dieses soll im August stattfinden, wenn Werner dann offiziell schon bei Chelsea unter Vertrag stünde. Die genauen Modalitäten für einen solchen Fall sind noch nicht fixiert. „Dann werden sich beide Parteien zusammensetzen und schauen, wie es weitergeht. Momentan gibt es keine Regularien“, sagte Nagelsmann.

Zum Abschied aus Sachsen soll Werner Leipzig einmal mehr in die Champions League schießen. Dafür würde wohl schon ein Sieg gegen den Abstiegskandidaten aus Düsseldorf genügen. Denn bei zwei verbleibenden Spielen hätte RB mindestens sechs Punkte Vorsprung vor Platz fünf, zudem die klar bessere Tordifferenz.

Das Leipziger Problem: Seit dem Wiederbeginn der Bundesliga nach der Corona-Pause wartet das Team von Trainer Julian Nagelsmann auf einen Heimsieg. Gegen Freiburg, Hertha und Paderborn kam RB nur zu Unentschieden, Siege gelangen ausschließlich auswärts. Mit Ursachenforschung will sich Nagelsmann nicht aufhalten. „Nach wie vor bewerte ich das nicht. Das werde ich auch nach dem 34. Spieltag nicht tun“, sagte der Coach. Es gehe darum, die Saison zu Ende zu bringen und dann bald wieder mit Zuschauern zu spielen.

Ohne Fans soll der dritte Einzug in die Champions League gefeiert werden. Auch wenn es gegen Düsseldorf wohl ein Kraftakt wird. „Es ist eine Mannschaft, die noch an sich glaubt. Seit Uwe Rösler im Amt ist, sind sie deutlich stabiler geworden, deutlich variabler“, sagte Nagelsmann.

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