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VfB-Machtkampf: Vogt schaltet Staatsanwaltschaft ein

Der Machtkampf beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart erreicht die nächste Stufe. Präsident Claus Vogt teilte in einem Schreiben mit, dass er die Staatsanwaltschaft Stuttgart eingeschaltet habe.

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Claus Vogt
Claus Vogt, Präsident des VfB Stuttgart.
Foto: Marijan Murat/dpa

Es stehe der Verdacht eines Geheimnisverrats beim VfB Stuttgart im Raum. Worum es dabei genau geht, ließ Vogt offen. Medienanfragen hätten ihn zu dem Schritt veranlasst, schrieb er, ohne Details zu nennen.

„Unabhängig von der leider nun notwendig gewordenen Einschaltung der Staatsanwaltschaft, sollte im Mittelpunkt nach wie vor die Aufklärung der Datenaffäre stehen“, schrieb der 51-Jährige weiter. „Die gestrige Medienmitteilung des Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg, mit der ein Bußgeldverfahren wegen erheblicher Datenverstöße eröffnet worden ist, bestätigt dies.“

Die Datenaffäre belastet den Traditionsverein seit Monaten. Der Umgang mit ihr gilt als ein zentrales Thema des Machtkampfes, der seit Wochen in der Führungsetage tobt. Zwischen 2016 und 2018 sollen vom VfB wiederholt Zehntausende Mitgliederdaten an Dritte weitergereicht worden sein – unter anderem, um die im Sommer 2017 beschlossene Ausgliederung der Profiabteilung voranzutreiben.

Neben dem Landesbeauftragten für Datenschutz ermittelte auch die Kanzlei Esecon. Der Abschlussbericht des vom VfB beauftragten Unternehmens sei am Donnerstag „an die dafür verantwortliche Koordinierungsgruppe, entsprechend der Geschäftsordnung zugeleitet worden“, schrieb Vogt.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-308297/2

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