Archivierter Artikel vom 02.07.2020, 09:27 Uhr
Berlin

Borussia Dortmund

Favre: „Bin der Letzte, der sich gegen einen Titel wehrt“

BVB-Trainer Lucien Favre hält sich auch für die kommende Saison mit einer öffentlichen Titelansage an Serien-Champion FC Bayern München im Kampf um die deutsche Fußball-Meisterschaft zurück.

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Lucien Favre
Hält sich mit Kampfansagen in Richtung des FC Bayern zurück: BVB-Coach Lucien Favre.
Foto: Lars Baron/Getty Images Europe/Pool/dpa

„Wir werden uns auch in der neuen Saison wieder ambitionierte Ziele setzen, aber sie müssen realistisch bleiben“, sagte der 62-Jährige, der immer wieder wegen seines angeblich fehlenden Titel-Gens in der Kritik steht, der „Bild“. Er wolle jetzt gar nicht darauf hinweisen, dass die Bayern einen rund 150 Millionen Euro höheren Spieler-Etat hätten. „Aber wir dürfen die Augen vor der Realität auch nicht verschließen.“

Sein Ziel und Hauptaugenmerk liege darauf, wie er das nächste Spiel gewinne und die Spieler besser mache. „Wir möchten jedes Spiel gewinnen. Ich bin der Letzte, der sich gegen einen Titel wehrt, aber wie gesagt, Ziele müssen realistisch bleiben“, sagte der Schweizer.

Favrre geht mit dem BVB in seine dritte Saison. In dieser und in der vergangenen Saison sei sein Team sehr nahe daran gewesen, sagte er. „Wir sollten nicht vergessen, dass die Bayern die beste Rückrunde der Vereinsgeschichte gespielt haben. Das sagt doch schon alles.“ Und jeder sehe, dass sich Mannschaften wie Gladbach, Leipzig und Leverkusen auch extrem entwickelt hätten. „Platz 2 zu holen ist kein Selbstläufer.“

Angesichts der anhaltenden Spekulationen über einen Wechsel des 20 Jahre alten englischen Nationalspielers Jadon Sancho in die Premier League sagte Favre: „Natürlich würde ich mich sehr, sehr glücklich schätzen, wenn er weiter für uns spielt, aber das liegt leider nicht in meiner Hand.“

Favre hat mit 2,16 Punkten den besten Punkteschnitt aller BVB-Trainer. Dem 62-Jährigen wurde aber immer wieder vorgeworfen, mit dem BVB die entscheidenden Spiele zu verlieren und insbesondere in diesen zu mutlos agieren zu lassen. Vor eine Woche hatte der BVB mitgeteilt, Favre bleibe auch in der kommenden Saison Trainer des Vize-Meisters.

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