Archivierter Artikel vom 18.02.2021, 10:19 Uhr
Stuttgart

Führungskrise

Ex-Präsident Staudt bietet VfB Stuttgart Hilfe an

Ehrenpräsident Erwin Staudt hat dem VfB Stuttgart im Zuge der schweren Führungskrise seinen Rat angeboten.

Erwin Staudt
Ex-Präsident Erwin Staudt hat dem VfB Stuttgart seine Hilfe angeboten.
Foto: Marijan Murat/dpa

„Wenn die Leute Unterstützung brauchen, stehe ich Gewehr bei Fuß!“, sagte der 72-Jährige der „Bild“. Nach zahlreichen Rücktritten oder Abberufungen in den vergangenen Tagen ist im Präsidium nur noch Präsident Claus Vogt übrig geblieben.

Im Vorstand des Fußball-Bundesligisten sitzt derzeit lediglich Clubchef Thomas Hitzlsperger. „Wenn die ganze Führungsriege weg ist, frage ich mich: Wer führt jetzt eigentlich?“, sagte Staudt. Er war von 2003 bis 2011 Präsident des VfB.

Indes steigt nach dem Rücktritt beider Vizepräsidenten der ehemalige Trainer Rainer Adrion interimsweise ins VfB-Präsidium auf. Der Vereinsbeirat berief den 67-Jährigen einstimmig an die Seite von Präsident Vogt, wie der VfB mitteilte.

Die kurzfristige Berufung eines zweiten Präsidiumsmitglieds bis zur nächsten Mitgliederversammlung im Sommer war nötig geworden, weil im Zuge der schweren VfB-Führungskrise zuletzt die beiden Vizepräsidenten Rainer Mutschler und Bernd Gaiser zurückgetreten waren. Das Präsidium benötigt mindestens zwei Mitglieder, um die rechtliche Handlungsfähigkeit des Vereins zu sichern.

„Was wir in den vergangenen Monaten erleben mussten, war nicht gut für unseren Verein, weder im Innenverhältnis noch in der Außendarstellung“, sagte Adrion. „Deshalb bin ich gerne bereit, meinen Teil dazu beizutragen, dass sich die Dinge wieder beruhigen.“ Neben seiner Aufgabe im Präsidium wird Adrion auch dem Aufsichtsrat des Clubs weiter angehören.

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Kader des VfB Stuttgart