Archivierter Artikel vom 17.10.2010, 10:44 Uhr
Bremen

Allofs kontert VdV-Kritik: Wissen nicht, was los ist

Clubchef Klaus Allofs hat die Kritik der Spielergewerkschaft VdV an den eingefrorenen Spielergehältern bei Werder Bremen zurückgewiesen.

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Werder-Manager
Klaus Allofs moniert Berichte über eingefrorene Spielergehälter.

«Die VdV äußert sich zu Dingen, von denen sie keine Ahnung hat. Die weiß doch gar nicht, was bei uns los ist. Wir ergreifen manchmal ungewöhnliche Maßnahmen, die Erfolg bringen sollen. Aber Werder hat sich immer korrekt verhalten, wir respektieren Verträge», erklärte Allofs nach dem 2:1-Sieg gegen den SC Freiburg.

Der Werder-Geschäftsführer wollte den umstrittenen Griff in den Geldbeutel der Fußballprofis erneut nicht bestätigen. Der Bundesligaclub soll nach übereinstimmenden Medienberichten wegen schlechter Leistungen nur 50 Prozent des September-Gehaltes an seine Profis überwiesen haben. Das fehlende Geld soll aber nach Informationen aus Spielerkreisen im Oktober nachgezahlt werden.

«Es ist einfach unglücklich, dass die Hintergründe nicht genau bekannt sind. Die Werderaner haben gehofft, dass nichts bekannt wird und irgendwo ist doch etwas rausgekommen», erklärte der frühere Werder-Profi Benno Möhlmann im TV-Sender «Liga total». Möhlmann ist Ehrenpräsident der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VdV). «Und dann wird natürlich spekuliert und von allen Seiten beleuchtet. Die VdV ist dann gefragt worden, ob das grundsätzlich erlaubt ist, Gehälter zurückzuhalten und das ist es eben rechtlich nicht», fügte Möhlmann hinzu.

«Die Medien dürfen weiter fantasieren. Ich werde nicht von meinem Weg abweichen», betonte Allofs. Alle Maßnahmen hätten das Ziel, das Team zu verbessern. Die Bremer haben zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen geholt. «Da liegen wir nicht ganz falsch», sagte der Werder-Chef.