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    Barcelona

    Schumacher: «Eindruck ist einigermaßen positiv»

    Gleich am ersten offiziellen Testtag hat der neue Silberpfeil aufgemuckt. Rekordweltmeister Michael Schumacher konnte am Dienstagnachmittag kaum mehr fahren. Ein Hydraulik-Problem bremste den Tatendrang des 43-Jährigen auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona.

    Testfahrt
    Mercedes-GP-Pilot Michael Schumacher testet in Barcelona den neuen W03.
    Foto: Alberto Estevez – DPA

    Schumacher erzielte die sechstbeste Zeit, er absolvierte insgesamt 51 Runden. Mehr und schneller fuhr Kumpel Sebastian Vettel. Der Formel-1-Doppelweltmeister legte im neuen Red Bull die Bestzeit hin. Zweiter wurde mit 0,175 Sekunden Landsmann und Rennrückkehrer Nico Hülkenberg.

    Ein wenig zurückhaltend fiel Schumachers Fazit aus. «Der erste Eindruck ist einigermaßen positiv», sagte Schumacher. Ihm und Teamkollege Nico Rosberg stehen wegen des verspäteten Einstiegs von MercedesAMG in die Testfahrten mit den neuen Autos unterm Strich ohnehin schon weniger Tage als den Konkurrenten zur Verfügung. Bis Freitag läuft noch die zweite Probephase, vom 1. bis 4. März dürfen die Autos das letzte Mal auf den Prüfstand.

    Schumacher verteidigte aber die Strategie, mit der Mercedes zurück in die Siegspur finden will. «Ich glaube, dass unser Weg richtig war, etwas später mit dem neuen Auto zu kommen», sagte er: «Die Mechanik ist ja bereits seit einiger Zeit fertig, aber so konnten wir unseren Aerodynamikern mehr Entwicklungszeit geben.»

    Es seien sicherlich Verbesserungen spürbar, meinte Schumacher, aber mehr wisse man erst zu einem späteren Zeitpunkt. «Wir können auf jeden Fall sagen: Potenzial ist da», meinte Schumacher 26 Tage vor dem ersten Saisonrennen mit dem Großen Preis von Australien.

    Sorgen um die Optik des neuen Mercedes macht sich Schumacher auch nicht. «Autos gefallen einem in der Hinsicht, ob ein Auto schnell ist oder nicht», sagte Schumacher. Gleichwohl fällt die Höckernase des neuen Mercedes extrem aus. Notwendig wurde sie, weil die Spitze der Rennwagen in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen tiefer liegen muss.

    Das neue Design des Autos war allerdings schon vor der offiziellen Enthüllung am Dienstagmorgen bekannt. Schumacher und Rosberg hatten ihre insgesamt 454 Kilometer für die obligatorischen Filmaufnahmen zwar unter Ausschluss der Öffentlichkeit gedreht, dennoch waren bereits Bilder an die Öffentlichkeit gekommen.

    Was die Spannung bei Schumacher vor der Präsentation aber auch nicht gelöst hatte. Er sei «voller Hoffnung und Vorfreude», sagte er zur Vorstellung seines neuen Autos, mit dem endlich der erste Podestplatz und bestenfalls der erste Sieg seit seiner Rückkehr vor zwei Jahren möglich sein soll. «Ich habe ja schon einige Rollouts und Vorstellungen neuer Autos hinter mir, aber selbst nach all den Jahren fühlt sich das immer noch besonders an», sagte der 91-malige Grand-Prix-Gewinner bevor es losging und er anschließend unfreiwillig aussteigen musste.

    Ein Hydraulikschaden hatte auch Vettel an seinem Red Bull bei den ersten Testfahrten vor zwei Wochen in Jerez schon zu beklagen gehabt. Derartige Probleme gehören zur Kategorie Kinderkrankheiten bei den neuen Autos. Man sei «so happy, wie man nach einem ersten Testtag sein kann», betonte daher Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Am Morgen hatte er in der Pressemitteilung des Rennstalls betont: «Wir sind so gut vorbereitet wie noch nie.»

    Das sollten sie aber auch sein. Denn vom Potenzial des neuen Autos dürfte auch die weitere Formel-1-Zukunft des erfolgreichsten Piloten in der Königsklasse abhängen. «Ich denke, dass es anhand der Ergebnisse schnell, also nach fünf oder sechs Rennen, offensichtlich wird, in welche Richtung wir mit Michael planen. Er hat jedenfalls nicht gesagt, dass er mit dem Gedanken spielt aufzuhören», sagte Brawn der «Sport Bild». Es hat ja auch noch nicht mal richtig angefangen.

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