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Hamburg

Nach Langeweile-Kritik: Ecclestone gegen Änderung

dpa

Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone hat sich nach der Langeweile-Kritik an den neuen Regeln gegen eine Änderung ausgesprochen.

F-1-Boss
Bernie Ecclestone will die Formel-1-Regeln nicht schon wieder ändern.

«Das würde viel zu lange dauern», wurde der Brite in der «Bild»-Zeitung zitiert. «Die Formel 1 ist jetzt eine Demokratie. Und alle Teams haben für die Regeln gestimmt, also müssen sie auch damit zurecht kommen», so Ecclestone, der allerdings auch nicht die Hoheit über das Reglement hat. Das liegt in den Händen des Internationalen Automobilverbandes FIA.

Die Kritik war laut geworden, nachdem es beim mit großer Spannung erwarteten Saisonauftakt in der Wüste von Sachir kaum ein Überholmanöver gegeben hatte. Fahrer wie Teamchefs hatten die neuen Regeln kritisiert, denenzufolge die Rennwagen nicht mehr aufgetankt werden dürfen. Daher bauen die Teams auf eine Einstopp-Strategie. Je länger das Rennen dauert, umso mehr müssen die Piloten aufpassen, weder den Tank leer zu fahren und vorzeitig stehen zu bleiben, noch die Reifen zu sehr zu beanspruchen.

«Es ist grundsätzlich das gleiche Problem, dass wir in den vergangenen Jahren auch schon hatten; die Autos kommen nicht nahe genug an den vor ihn fahrenden Wagen, um überholen zu können», erklärte Ecclestone laut «Daily Mail». Die Teams wüssten das, würden aber nichts dagegen tun, weil sie nur auf die eigenen Interessen achten und zu gewinnen versuchen würden, befand er. Bei einem Meeting habe er ihnen versucht zu erklären, worum es geht: Rennfahren und Unterhaltung fürs Publikum, «nicht darum, mit Computern zu spielen und eine Runde schnell zu fahren».

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh, zugleich auch Vorsitzender der Vereinigung (FOTA) aller zwölf Rennställe, mahnte nach dem Rennen ein Überdenken der Regeln an. Geschäftsführer Nick Fry von Mercedes Grand Prix sagte bei «autosport.com» auf die Frage, ob das Eröffnungsrennen in Bahrain schlecht für die Formel 1 gewesen sei: «Ich denke, es wäre schlecht, wenn wir nicht reagieren würden.» In knapp zwei Wochen steht mit dem Großen Preis von Australien bereits der zweite Saisonlauf auf dem Programm.

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