40.000
  • Startseite
  • » Sport
  • » Formel 1
  • » Marcin Budkowski: Der Formel-1-Mann, der zuviel weiß
  • Aus unserem Archiv

    Marcin Budkowski: Der Formel-1-Mann, der zuviel weiß

    In der Formel 1 herrscht Unruhe. Grund ist eine brisante Personalie. Technikdirektor Marcin Budkowski verlässt die FIA und steht vor dem Wechsel zu einem Rennstall. Der Pole verfügt über viel Insiderwissen.

    FIA
    Der Technische Dirktor der FIA verlässt den Weltverband. Die F1-Teams befürchten Weitergabe von Insiderwissen.
    Foto: Jan Woitas – dpa

    Sepang (dpa). Es ist Anfang der Woche, als Marcin Budkowski seinen sofortigen Abschied verkündet. Eigentlich klingt das auch bloß nach einer Randnotiz: Der Technikdirektor beim Motorsport-Weltverband FIA geht. Hinter dieser Personalie verbirgt sich aber eine Menge Brisanz.

    Vor allem steckt dahinter eine Menge Insiderwissen. Budkowski ist der Mann, der zuviel weiß. Und das wissen auch die Rennställe. Gerade dieser Budkowski, lange Assistent von FIA-Renndirektor Charlie Whiting und Kandidat auf dessen Nachfolge, peilt einen neuen Job bei einem Formel-1-Team an. Und das sorgt für Unruhe im Fahrerlager.

    „Wir werden erhebliche Einwände anmelden, falls er bei einem anderen Team landet“, kündigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Rande des Grand Prix von Malaysia schon mal. „In solche Personen steckt man eine Menge an Vertrauen. Marcin hatte in seiner Rolle eine extrem privilegierte Position.“ Erst vor Kurzem habe der 40-Jährige Zugang zu den Windtunneln der Rennställe gehabt und Blicke auf „vertrauliche Details“ der Wagen für die kommende Saison werfen können.

    Drei Monate darf der Pole, der vor seinem FIA-Engagement für McLaren und Ferrari arbeitete, keinen neuen Job antreten. Länger beträgt die Arbeitssperre dem Vernehmen nach nicht. Das ist keine lange Zeit – vor allem, wenn man über soviel Hintergrundwissen in Sachen Technik und Reglement verfügt.

    Angeblich will sich Renault die Dienste Budkowskis sichern. Seine kurze Sperre sei „absolut unangemessen“, kritisierte Horner. „Ich bin mir sicher, dass darüber sehr ernsthaft beim nächsten Treffen der Strategiegruppe diskutiert wird.“ Diese besteht aus Vertretern der FIA und des Formel-1-Rechteinhabers sowie aus sechs Teams.

    Der Zuspruch seiner Kollegen ist Horner sicher. Denn Informationen sind in einem technikgetriebenen Sport wie der Formel 1 Millionen wert. „Die FIA kennt die ganzen Projekte der Teams, und am Ende des Tages ist es eine knifflige Situationen, wenn wir nicht offen zur FIA sein können“, beschrieb Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur den drohenden Vertrauensverlust zur obersten Regelbehörde.

    „Die Teams haben Vertrauen und Glauben in den Dachverband, so dass sie über ihr technisches Knowhow und ihre in vielerlei Hinsicht technischen Geheimnisse im Vertrauen darauf diskutieren können, dass Informationen nicht beim Rivalen landen können“, mahnte Horner.

    Vor allem nicht, wenn die Frist bis zum nächsten Job nur bei wenigen Wochen liegt, wo doch Entwicklungen stets so früh wie möglich angetrieben werden. „Drei Monate sind nicht lang genug“, meinte auch Sportdirektor Otmar Szafnauer von Force India. „Standard in der Industrie für eine Rolle, wie sie Marcin innehatte, würden irgendwo zwischen 12 und 18 Monaten liegen“, führte Horner aus.

    Für Budkowski dürfte das Ganze eine durchaus unangenehme Situation sein. Für sein kostbares Wissen kann er nichts. Sein Wunsch, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen, ist Alltagsgeschäft in der Industrie. Dass sein bevorstehender Seitenwechsel aber für großen Unmut sorgt, dürfte Budkowski indes keineswegs überraschen. Die Frage ist jetzt bloß: Wann sieht man ihn in der Formel 1 wieder?

    Zeitplan Malaysia-Rennen

    2016er Ergebnisse

    Infos zum Grand Prix

    Programm zum Grand Prix

    Reifenwahl für Malaysia

    Mercedes-Vorschau

    Infos zum Umgang mit der Hitze

    Motorsport Formel1 News
    Meistgelesene Artikel
    Sport-Lokalteile
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Fußball Männer
    Fußball Frauen
    Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

    im Rheinland

    - Westerwald

    - Mittelrhein/Mosel

    - Rhein-Lahn

    im Südwesten

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Fußball Mix
    Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

    Jugendfußball

    - im Rheinland

    - im Südwesten

    Fußballpokale

    Hallenfußball

     späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

    Regionalsport Mix