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    Formel 1: Red Bull schließt Teamorder nicht aus

    Red Bull schließt trotz der Gleichbehandlung von Sebastian Vettel und Mark Webber im Ernstfall eine Teamorder im Titelrennen offensichtlich nicht aus.

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    Schließt eine Teamorder nicht aus: Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

    «Beide Fahrer werden absolut gleich behandelt», zitierte die österreichische Nachrichtenagentur APA Christian Horner, den Teamchef des englischen Formel-1-Rennstalls. «Es gibt aber einen Punkt, ab dem die Mathematik diktiert, was der beste Ausgang für das Team ist.» Red Bulls Motorsport-Berater Helmut Marko erklärte: «Wir werden genau kalkulieren, wer wo und wann ins Ziel kommen muss, damit es sich für Webber oder Vettel ausgeht.»

    Vor dem Großen Preis von Brasilien am 7. November in Sao Paulo weist Sebastian Vettel (Heppenheim) als Gesamtvierter mit 206 Punkten bereits 25 Zähler Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (231) auf. Sein australischer Teamkollege ist in einer besseren Ausgangsposition. Webber (220) liegt elf Punkte hinter dem spanischen Ferrari-Rivalen. Sollte Vettel beim vorletzten Saisonlauf nicht mehr Punkte als Alonso holen, hätte er keine Titelchance mehr.

    Red Bull hat die offiziell verbotene, aber immer wieder praktizierte Stallorder bislang konsequent abgelehnt. Vettel und Webber lieferten sich während dieser Saison harte Duelle und verloren durch Kollisionen wertvolle Punkte. Hingegen musste der beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim im Juli führende Felipe Massa seinen Teamkollegen Alonso passieren zu lassen. Ferrari bestritt zwar, es habe Anweisungen gegeben, aber der mitgeschnittene Boxenfunk war eindeutig. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes hatte diesen klaren Regelverstoß nur mit 100 000 Euro Strafe geahndet.

    Red Bull will aber auch in Sao Paulo Vettel und Webber freie Fahrt gewähren. «Beide Fahrer sind noch im WM-Rennen», sagte Horner. Solange das so sei, werde sich an der Teamphilosophie nichts ändern. Faktisch bedeutet dies, dass in Abu Dhabi beim Finale der Fahrer seinen Kollegen unterstützen müsste, der keine WM-Chance mehr hat. «Wir müssen alle Szenarien berücksichtigen», erklärte Horner und vertraut auf den Teamgeist: «Beide sind Teamplayer.»

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