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    Die Lehren aus dem Großen Preis von Malaysia

    Von den Punkten her war Malaysia für Mercedes kein schlechtes Wochenende in der Formel 1. Doch Lewis Hamilton & Co. sind alles andere als zufrieden. Sebastian Vettel kann nur Schadensbegrenzung betreiben. Doch die Art und Weise ist für Mercedes eine Mahnung.

    Sebastian Vettel
    Sebastian Vettel hat in der Fahrerwertung 34 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton.
    Foto: Thomas Lam – dpa

    Sepang (dpa). Sebastian Vettel hat im WM-Zweikampf weiter Boden auf Lewis Hamilton verloren. Fünf Formel-1-Rennen vor dem Saisonende herrscht bei Mercedes aber alles andere als Feierlaune.

    HAMILTON UND MERCEDES SIND GEWARNT

    Lewis Hamilton und Mercedes hatten in Sepang ein Tempodefizit. Darüber täuschte auch sein zweiter Platz nicht hinweg. Dass der Brite seine WM-Führung auf 34 Punkte ausbauen konnte, lag auch daran, dass Verfolger Sebastian Vettel wegen seiner Motorenprobleme von Startplatz 20 nicht weiter als auf Rang vier vorfuhr. „Von den Problemen von Ferrari zu profitieren in der Weltmeisterschaft, sollte nicht verdecken, dass sie in diesem Rennen 30 Sekunden aufgeholt haben“, mahnte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Für die Silberpfeile ist es weiter schwer zu verstehen, warum sie auf manchen Strecken nicht ihre Topleistung abrufen können.

    HAMILTONS PUNKTE-SERIE

    Immerhin ist Hamilton mit seinem zweiten Platz zum 20. Mal nacheinander in die Punkte gerast. Das ist die längste Serie in der Karriere des Mercedes-Piloten und die fünftlängste in der Königsklasse des Motorsports überhaupt. Direkt vor Hamilton auf Position vier der Bestenliste liegt sein WM-Verfolger Sebastian Vettel, der zwischen 2014 und 2015 ganze 21 Mal in die Punkte fuhr. Ganze vorn steht Vettels Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen, der von 2012 bis 2013 sogar 27 Mal am Stück Zähler holte.

    VETTEL UND FERRARI GLAUBEN AN DIE WENDE

    Vettels Aufholjagd war imposant. Mit Rang vier betrieb der Heppenheimer imposante Schadensbegrenzung vor den Toren Kuala Lumpurs. Trotz seines WM-Rückstands und der anhaltenden technischen Probleme glaubt er weiter an den Titel. „Es war ein schwieriges Wochenende, das Tempo ist aber vielversprechend“, versicherte der 30-Jährige. Vettel weiß, wie man Rückstände noch dreht. Eine einfache Rechnung gilt außerdem: Gewinnt der Ferrari-Fahrer unabhängig vom Abschneiden des WM-Führenden Lewis Hamilton alle fünf Grand Prix bis zum Saisonende, ist er Weltmeister.

    VERSTAPPEN UND RED BULL WITTERN IHRE CHANCEN

    Sein zweiter Formel-1-Sieg tat Max Verstappen besonders gut nach schon sieben Ausfällen in diesem Jahr. Vor allem ermutigte den erst 20-jährigen Niederländer, dass der Red Bull vom Tempo her mit Mercedes und Ferrari mithalten kann. „Ich freue mich so sehr für ihn, weil er das letzte Mal im April auf dem Podium war“, sagte Teamchef Christian Horner. Damals war Verstappen in China Dritter hinter Sieger Hamilton und Vettel geworden. Mit dem Erfolg in Sepang habe Verstappen die Energiespritze bekommen, „die er gebraucht hat.“

    PEREZ UND FORCE INDIA SIND DIE VIERTE KRAFT

    Von einem Virus entkräftet musste Sergio Pérez erstmal an den Tropf. Mit Platz sechs hatte der Mexikaner zuvor aber mal wieder ordentlich Punkte für Force India eingefahren. „Das war das körperlich anstrengendste Wochenende meiner Formel-1-Karriere“, räumte Pérez ein. Auch sein französischer Teamkollege Esteban Ocon fuhr als Zehnter noch einen Zähler ein. Zum zwölften Mal gab es in diesem Jahr damit doppelte Punkte für das Team, das seinen vierten Platz in der Konstrukteurwertung sogar ausgebaut hat.

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