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Berlin

Hannover, DEG und Ingolstadt im DEL-Viertelfinale

dpa

Nach einem dramatischen Vorrunden-Finale in der Deutschen Eishockey-Liga stehen auch die Hannover Scorpions, die Nürnberg Ice Tigers und die DEG Metro Stars im Playoff-Viertelfinale um die Meisterschaft.

Hannover sicherte sich Platz vier durch das 3:1 in Ingolstadt, Nürnberg wurde Fünfter dank des 5:3 bei den Hamburg Freezers. Vizemeister DEG konnte sich wegen der Ingolstädter Niederlage eine 3:6-Pleite bei den Augsburger Panthern leisten. Ingolstadt verpasste damit das direkte Weiterkommen und muss ab dem 24. März in den Vor-Playoffs gegen die Kölner Haie antreten. Um den anderen noch freien Viertelfinalplatz spielen Augsburg und die Adler Mannheim. Schon vor dem letzten Vorrundenspieltag hatten sich Titelverteidiger Eisbären Berlin, der EHC Wolfsburg und die Frankfurt Lions für das Viertelfinale qualifiziert, das am 30. März beginnt. Dabei trifft Wolfsburg auf Düsseldorf, Hannover bekommt es mit Nürnberg zu tun.

Den zweiten Platz hinter Berlin belegte Frankfurt mit 2:1 über den bisherigen Tabellen-Zweiten Wolfsburg. Meister Berlin schloss die Vorrunde trotz des peinlichen 3:4 bei den ausgeschiedenen Straubing Tigers mit 123 Zählern ab und steigerte damit den acht Jahre alten Rekord der München Barons um zwei Punkte.

Im spannenden Rennen um die Viertelfinal-Plätze war zunächst Vizemeister Düsseldorf draußen, dann Ingolstadt, während Nürnberg eine schnelle 2:0-Führung in Hamburg vorlegte. Ingolstadt führte nach schöner Kombination durch Tyler Bouck (8.), doch Tore Vikingstad (22.) und der starke Thomas Dolak (34.) wendeten die Partie. Derweil verspielte Nürnberg in Hamburg leichtfertig das 3:0, kassierte den Ausgleich und stand plötzlich auf Rang sieben.

Petr Fical traf im Schlussabschnitt den Pfosten, auf der Gegenseite traf Jason King für Hamburg (43.). Björn Barta (47.), Eric Chouinard (54.) und Shane Peacock (60.) brachten Nürnberg wieder in Front und schubsten Ingolstadt, das noch das 1:3 durch Chris Herperger (60.) kassierte, auf Platz sieben. Die DEG musste derweil frühzeitig auf Schützenhilfe hoffen und zeigte auch im zweiten Spiel unter der Regie von Manager Lance Nethery eine schwache Vorstellung.

DEL-Rekordmeister Mannheim verhalf den Kölner Haien endgültig auf Platz zehn und in die Vor-Playoffs. Mannheim verlor trotz 3:0-Führung noch 4:6 bei den Iserlohn Roosters, denen aber nur ein Sieg mit acht Toren Differenz noch zum Weiterkommen geholfen hätte. Die Kölner Spieler trafen sich zu einer Krisensitzung, um über die schwache Leistung beim 1:3 am Freitag gegen Iserlohn zu sprechen. Der achtmalige Meister braucht hohe Einnahmen aus den Playoffs. Der DEL- Aufsichtsrat hatte nach einer Sonderprüfung «erhebliche Bedenken an der Nachhaltigkeit der Finanzausstattung des Clubs» geäußert.

Um ihre Zukunft bangen auch die finanziell angeschlagenen Kassel Huskies, die 1:7 bei den ausgeschiedenen Krefeld Pinguinen untergingen. Die geplante Übernahme soll nun bis Montagabend über die Bühne gehen, anderenfalls muss der Tabellen-Letzte möglicherweise doch aufgeben. Einen sportlichen Abstieg aus der DEL gibt es nicht. Kassels Trainer Stéphane Richer wechselt ohnehin als Sportdirektor zu den Hamburg Freezers, die letztmals von Paul Gardner betreut wurden.

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