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Hamburg

Die Gruppen A, B und C im Kurzporträt

dpa

Bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 in Deutschland tritt die versammelte Weltelite an. Die Deutsche Presse-Agentur dpa stellt die Gruppen A, B und C vor, aus denen, bei einem Weiterkommen des deutschen Teams, die Gegner für die Zwischenrunde kommen werden.

Gruppe A: Die «Osteuropa-Gruppe» A mit Eishockey-Rekordweltmeister Russland, Weißrussland, Slowakei und Kasachstan spielt wie die deutsche Gruppe D in Köln. Großer Favorit ist Titelverteidiger Russland, dahinter dürften sich die Slowakei und Weißrussland um Platz zwei streiten. Aufsteiger Kasachstan gilt als Außenseiter.

Nach dem Viertelfinal-Aus der Russen bei Olympia in Vancouver gegen Gastgeber Kanada (3:7) lastet gewaltiger Druck auf der «Sbornaja» und Coach Slawa Bykow. «Wir werden eine ganz andere Nationalmannschaft als in Vancouver sehen», versprach Bykow trotzig. Trotz zuletzt zwei WM-Titeln in Serie droht dem einstigen Weltklasse- Stürmer für den Fall eines frühzeitigen Aus die Entlassung.

Weißrussland startet mit dem Ziel Viertelfinale, muss sich nach dem Wechsel von Nationalcoach Glen Hanlon zum Gruppenkonkurrenten Slowakei aber konsolidieren. Hanlons Nachfolger Michail Sacharow wurde nach dem Verpassen des Viertelfinales bei Olympia gegen die Schweiz durch Assistent Eduard Sankowez ersetzt. Im Vorjahr verpassten die Weißrussen im Viertelfinal-Bruderduell gegen Russland nur hauchdünn eine große Überraschung.

Die Slowakei, Weltmeister von 2002 und Olympia-Vierter, gehört zum erweiterten Favoritenkreis. Ex-NHL-Coach Hanlon soll die Slowaken rechtzeitig zur Heim-WM im kommenden Jahr nach dem 13. Platz 2008 und dem zehnten Rang 2009 zurück in die Weltspitze führen.

Kasachstan ist zwar Außenseiter, geht aber nach dem Aufstieg aus der B-Gruppe mit dem Ziel Klassenverbleib in die WM. Das Hauptstadt- Team von Barys Astana aus der osteuropäischen Kontinental Hockey League KHL bildet den Stamm des Nationalteams.

Gruppe B: Eishockey-Olympiasieger und WM-Favorit Kanada muss sich zunächst in Mannheim gegen Italien, Lettland und die Schweiz durchsetzen. Teamchef und Ex-NHL-Superstar Mark Messier schickt in Steve Stamkos aus Tampa den NHL-Torschützenkönig ins Rennen. Ebenso wie Olympia-Held Sidney Crosby schoss Stamkos 51 Tore in der Vorrunde, verpasste aber trotzdem die Playoffs. Durch die andauernde Saison in der NHL hat das Team Canada nur wenig Ähnlichkeit mit der Olympiasieger-Auswahl von Vancouver. Messier setzt auf eine junge, hungrige Mannschaft mit sieben WM-Neulingen.

Die Schweiz kommt mit frischem Wind. Nach 13 Jahren als Nati-Coach musste der Deutsch-Kanadier Ralph Krueger seinen Platz an der Bande an Sean Simpson abgeben, der insgesamt vier Jahre in Hamburg und München tätig war und 2000 deutscher Meister mit den München Barons wurde. Der WM-Neunte des Vorjahres leidet unter einigen unerwarteten Absagen. Dennoch wäre alles andere als das Viertelfinale eine Enttäuschung, zumal etliche Fans aus der Schweiz erwartet werden.

Lettland will mit mannschaftlicher Geschlossenheit und bis zu 5000 Anhängern im Rücken den Erfolg der Vorjahres-WM wiederholen, als die Balten überraschend ins Viertelfinale kamen. Trainer Olegs Znaroks gilt als Spezialist dafür, mit bescheidenen Mitteln das Maximum zu erreichen. Bekanntester Spieler in Deutschland ist der viele Jahre in Krefeld aktive Herberts Vasiljevs, auch der Wolfsburger Arvids Rekis spielt schon seit langem in der DEL.

Italien ist der große Außenseiter und pendelt beständig zwischen der A- und der B-Gruppe. Mehr als der Klassenverbleib wäre eine riesige Überraschung.

Gruppe C: Zum Vergleich des elfmaligen Eishockey-Weltmeisters Tschechien gegen den achtmaligen Titelträger Schweden kommt es in der Gruppe C in Mannheim. Das Drei-Kronen-Team steht allerdings kurz vor einem Umbruch. Nationalcoach Bengt Ake Gustafsson tritt nach der WM nach fünf Jahren ab. Seit dem Olympiasieg 2006 in Turin und dem folgenden WM-Triumph hat Schweden keinen Titel mehr gewonnen und scheiterte in Vancouver bereits im Viertelfinale an der Slowakei. Zum Abschied soll zumindest eine Medaille herausspringen.

Die Tschechen sind in den Vorjahren etwas abgerutscht. Nach dem WM-Sieg 2005 und Platz zwei im Jahr darauf ging es bergab. Bei Olympia in Vancouver kam das vorzeitige Aus ebenfalls bereits im Viertelfinale. Trainer Vladimir Ruzicka steht unter Druck, bekam aber die Chance auf Wiedergutmachung. Im Gegensatz zum olympischen Turnier sollen mehr Spieler aus den europäischen Ligen dabei sein.

Norwegen ist hinter Schweden und Tschechien klarer Außenseiter, sollten aber Frankreich in die Abstiegsrunde schicken können. Die Franzosen waren in den vergangenen zehn Jahren nur viermal bei einer A-WM dabei und haben als einziges Ziel wie im Vorjahr den Klassenverbleib.

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