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Krefeld

Auf-/Abstieg im Eishockey soll 2017/2018 kommen

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat die vieldiskutierte Rückkehr zum Auf- und Abstieg fest ins Visier genommen. Im Idealfall soll in der Saison 2017/2018 diese Regelung greifen, die dem deutschen Liga-Eishockey mehr Attraktivität verleihen soll.

Gernot Tripcke
Gernot Tripcke ist der Geschäftsführer der DEL.
Foto: Rolf Vennenbernd – dpa

«Wir haben uns auf ein Regelwerk geeinigt, an dessen Erfüllung durch die DEL2 die nachhaltige Verzahnung beider Ligen geknüpft ist», erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke in Krefeld, drei Tage vor dem Beginn der 22. DEL-Saison.

Medienwirksam unterschrieben Tripcke und DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch im Königpalast beim ersten Media Day überhaupt eine Vereinbarung für dieses sehr ambitionierte Projekt. Die DEL2 geht mit 14 Clubs wie Meister Bietigheim Steelers oder Vizemeister Fischtown Pinguins Bremerhaven in ihre dritte Saison. Regelwerk und Spielplan sind bereits angeglichen – die große Hürde sind allerdings die Wirtschaftlichkeit und die Standards in den Eis-Arenen.

Die neue Regelung sieht einen direkten Auf- und Absteiger vor. Ab März 2016 müssen die Clubs, die aufsteigen wollen, jährlich eine Sicherheit für die DEL-Lizenzgebühr von 800 000 Euro hinterlegen. Mit dem frühen Zeitpunkt wollen die Ligen erreichen, dass die Vereine ihre Ernsthaftigkeit nachweisen. Zudem müsse eine Handvoll Clubs diesen Nachweis erbringen, damit die Grundlage für die neue Regelung gegeben ist. Und nur diese Kandidaten könnten auch tatsächlich aufsteigen. Sollte ein anderes Team DEL2-Meister werden, gäbe es in der Saison keinen Aufsteiger.

Die höchste deutsche Spielklasse ist seit 2006 eine Franchise-Liga nach US-Vorbild ohne Auf- und Abstieg. Die bisher letzten sportlichen Auf und -Absteiger waren vor neun Jahren die Kassel Huskies und die Straubing Tigers. Seitdem konnte eine Lizenz nur weiterverkauft werden. Diesen Schritt gingen die Hannover Scorpions 2013 drei Jahre nach dem DEL-Titel, als sie die Lizenz an Schwenningen verkauften.

Szenarien einer Pleite wollen die Verantwortlichen der DEL, die 2014/2015 einen Umsatzrekord von 107,4 Millionen Euro verzeichnete, nicht erleben. Mit Stolz gehen sie mit den Partnern ServusTV und LaolaTV, das im Internet zu sehen ist, ins vierte Jahr. Rund drei Millionen Euro bringt der Deal pro Jahr. Ende 2016 läuft der Vertrag aus.

Die neue Regelung würde die Attraktivität des Profi-Eishockeys fördern und soll einen Anreiz für die Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Sendern liefern. Tripcke verkaufte die DEL am Dienstag als Liga mit den «tollsten Fans, den tollsten Hallen und der tollsten Atmosphäre» in Europa.

DEL-Mitteilung

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