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Turin

Djokovic gewinnt zum siebten Mal ATP-Finals

Novak Djokovic, wer sonst. Der Serbe holt auch bei den ATP-Finals den Titel und krönt eine bärenstarke Saison. Dabei schlägt er einen Gegner, gegen den er zuvor schon verloren hatte.

Von dpa
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Sieger
Novak Djokovic jubelt mit seiner Trophäe nach seinem Sieg.
Foto: Antonio Calanni/AP/dpa

Turin (dpa). Mit einer beeindruckenden Machtdemonstration hat Novak Djokovic zum siebten Mal die ATP-Finals gewonnen. Der 36 Jahre alte Serbe setzte sich in Turin im Endspiel gegen Publikumsliebling Jannik Sinner klar mit 6:3, 6:3 durch und ist nun alleiniger Rekordsieger beim Jahresabschluss der acht besten Tennisprofis.

Novak Djokovic
Siebter Sieg bei den ATP Finals: Novak Djokovic ballt die Faust.
Foto: Antonio Calanni/AP/dpa

Der Weltranglisten-Erste verwandelte nach 1:43 Stunden seinen ersten Matchball und krönte damit eine bemerkenswerte Saison mit drei Grand-Slam-Titeln in Melbourne, Paris und New York. Nur in Wimbledon hatte sich Djokovic im Finale dem Spanier Carlos Alcaraz in einem epischen Fünf-Satz-Match geschlagen geben müssen. Nach seinem Sieg schloss Djokovic seine beiden Kinder in die Arme und ließ sich feiern.

«Das ist ein sehr spezieller Moment. Es war mit Sicherheit eine der besten Saisons meiner Karriere», sagte Djokovic nach seiner Tennis-Gala. «Ich wollte immer vor meinen Kindern spielen, wenn sie in einem Alter sind, in dem sie verstehen, was ich mache. Ich bin so glücklich, zwei solche Engel zu haben.»

Djokovic «druckvoll, dominant, voll konzentriert»

Sinner hatte am Dienstag in der Gruppenphase in einem hochklassigen Match über mehr als drei Stunden noch in drei Sätzen gegen Djokovic gewonnen. Nur weil der Italiener zum Abschluss der Gruppenphase auch gegen den von Boris Becker trainierten dänischen Jungstar Holger Rune gewonnen hatte, hatte Djokovic überhaupt die Vorrunde überstanden.

Doch von Dankbarkeit von Djokovic war im Finale nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: Der Rekord-Grand-Slam-Champion erteilte dem bis dato in diesem Turnier ungeschlagenen Sinner eine Lehrstunde. Druckvoll, dominant, voll konzentriert – phasenweise war fast ein Klassenunterschied zwischen Djokovic und Sinner zu erkennen.

Nach nur 38 Minuten holte sich Djokovic den ersten Satz. Sinner schaute verzweifelt zu seinem Team auf die Tribüne. Doch Djokovic, der im Halbfinale bereits Alcaraz in zwei Sätzen deklassiert hatte, war an diesem Abend einfach nicht zu stoppen. Im zweiten Durchgang gelang der Nummer eins der Welt sofort wieder ein Break.

Die italienischen Fans versuchten, Sinner mit Sprechchören zwar noch einmal zu pushen, doch auch das half nichts. Beim Stand von 3:2 vergab der Italiener zwei Breakchancen, die ihn noch einmal ins Match hätten zurückbringen können. Aber Djokovic überstand auch diese kleine Schwächephase und ließ sich auf dem Weg zum Titel nicht mehr abbringen.

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