Archivierter Artikel vom 11.03.2021, 13:13 Uhr

Corona-Krise

CHIO in Aachen soll im September stattfinden

Der CHIO wird in den September verschoben. Das hat auch Auswirkungen auf die Saisonplanungen der Reiter und auf die Sichtung für die Olympischen Spiele in Tokio.

CHIO
Der CHIO wird in den September verschoben.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Aachen (dpa). Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr soll der CHIO in Aachen in diesem Jahr vom 10. bis zum 19. September stattfinden. Das teilten die Veranstalter mit. Ursprünglich war das größte Reitturnier der Welt für Ende Juni geplant.

2020 war die Veranstaltung erstmals nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges abgesagt worden, dafür hatte es ein kleineres Ersatz-Turnier gegeben. Durch die Verlegung ändern sich auch die Saisonplanungen vieler Reiter und die Sichtung für die Olympischen Spiele. Vor allem die Tokio-Kandidaten müssen „in ihrer Saisonplanung so flexibel wie möglich bleiben“, sagte Dennis Peiler, Geschäftsführer des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). „Corona und der Herpesvirus-Ausbruch in Valencia haben gezeigt, wie schnell sich der Turnierkalender verändern kann und dass eine sichere Planung, wie wir sie aus vergangenen Jahren kennen, kaum möglich ist.“

Für die Dressurreiter entfällt Aachen als zweite Sichtung für Olympia. Erste Qualifikation sind die deutschen Meisterschaften in Balve von 3. bis 6. Juni. Die zweite wird nun anstelle des CHIO Aachen das internationale Turnier in Kronberg (24. bis 27. Juni) sein.

Anders sieht es bei den Springreitern aus, für die Aachen das wichtigste Turnier auf dem Weg nach Tokio gewesen wäre. Bundestrainer Otto Becker wird jetzt für die Sichtung noch mehr auf die Auftritte bei Fünf-Sterne-Turnieren und bei Nationenpreisen achten.

Für die Vielseitigkeitsreiter wird das wichtigste Turnier in Luhmühlen sein. Dort finden vom 16. bis 20. Juni eine internationale Fünf-Sterne-Prüfung und die deutsche Meisterschaft statt. Darüber hinaus zählen für eine Nominierung auch andere große Turniere und Nationenpreise.

Aachen wird in diesem Jahr anders sein als sonst. Normalerweise kommen im Schnitt rund 350 000 Besucher zum CHIO. Wie viele es in diesem Jahr sein dürfen, ist noch offen. „Wir gehen davon aus, Mitte Juni zu wissen, welche Zuschauerkapazitäten möglicherweise erlaubt sind“, sagte Frank Kemperman, der Vorstandsvorsitzende des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins e.V. (ALRV). Dann werde auch der Ticketverkauf starten.

In jedem Fall werde der CHIO 2021 „ein Top-Turnier werden, so wie wir es kennen – mit allen fünf Disziplinen und den besten Reitern und Pferden“, versicherte Kemperman: „Die Vorfreude ist riesig. Dabei stehen natürlich Gesundheit und Sicherheit an erster Stelle.“

© dpa-infocom, dpa:210311-99-779245/2

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