Archivierter Artikel vom 06.08.2020, 09:00 Uhr
Kattowitz

Nach Sturz bei Polen-Rundfahrt

Geschke kritisiert Rennveranstalter: „Jedes Jahr derselbe“

Radprofi Simon Geschke hat nach dem schweren Sturz des Niederländers Fabio Jakobsen die Veranstalter der Polen-Rundfahrt heftig kritisiert.

Simon Geschke
Übt scharfe Kritik an den Veranstaltern der Polen-Rundfahrt: Simon Geschke.
Foto: Bernd Thissen/dpa

„Jedes Jahr derselbe dumme Bergab-Sprint bei der Polen-Rundfahrt. Jedes Jahr frage ich mich, warum die Organisatoren denken, das sei eine gute Idee“, schrieb der 34 Jahre alte gebürtige Berliner auf Twitter. „Massensprints sind gefährlich genug, man braucht kein Bergab-Finale mit 80 km/h“, ergänzte Geschke.

Jakobsen war am Mittwoch bei der Polen-Rundfahrt im Zielsprint bei hoher Geschwindigkeit direkt in die Absperrgitter gekracht und reglos liegengeblieben. Der 23-Jährige war von seinem Landsmann Dylan Groenewegen abgedrängt worden. Er befindet sich nach Angaben des Renndirektors Czeslaw Lang in einem ernsten, aber stabilen Zustand. Jakobsens Team Deceuninck-Quick Step teilte mit, es seien bei ersten Untersuchungen keine Verletzungen im Gehirn oder an der Wirbelsäule festgestellt worden. Der bei dem Unfall ebenfalls schwer am Kopf verletzte Mitarbeiter sei wieder bei Bewusstsein und ebenfalls in einem „stabilen Zustand“, wie die Renn-Organisatoren mitteilten.

© dpa-infocom, dpa:200806-99-61783/2

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