Archivierter Artikel vom 27.03.2020, 18:59 Uhr
Monaco

Nach Olympia-Verschiebung

Leichtathletik-Boss Coe über WM 2021: „Brauchen Zeit“

Der Termin für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2021 in Eugene/USA kann endgültig erst nach der Entscheidung über den Zeitraum der auf das kommende Jahr verschobenen Olympischen Spiele in Tokio fixiert werden.

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Sebastian Coe
Muss wegen der Olympia-Verschiebung umplanen: IAAF-Boss Sebastian Coe.
Foto: Mike Egerton/PA Wire/dpa

Das bekräftigte der Präsident des Weltverbandes World Athletics, Sebastian Coe, in einem Offenen Brief an die internationale Leichtathletik-Gemeinschaft. „Wir alle brauchen Zeit, um Optionen zu prüfen und zu diskutieren“, erklärte der Brite. Die WM im US-Bundesstaat Oregon ist für die Zeit vom 6. bis 15. August 2021 geplant; die Sommerspiele in Tokio sollen bis zum Sommer kommenden Jahres nachgeholt werden – eventuell schon im Frühjahr.

Man müsse sich jetzt die Zeit nehmen, „die Optionen wirklich zu prüfen und die richtigen Entscheidungen zu treffen“, forderte Lord Coe. Die durch die Corona-Krise ausgelöste Situation „ist ein großer Weckruf für uns alle – als Menschen, als Unternehmen und als Sport“.

Als einen Kernpunkt der Bemühungen nannte Coe, den Athleten so schnell wie möglich wieder Wettkämpfe zu ermöglichen – „sobald dies sicher ist“. Deshalb werde World Athletics „weiterhin alles tun“, damit die Eintages-Meetings dieser Saison – darunter die Diamond League – im Wettkampfkalender erhalten bleiben. Frühester Beginn wäre im Juni. „Wir sind uns jedoch bewusst, dass unsere Athleten dieses Jahr irgendwann antreten müssen, damit sie ihre Leistungen messen und ihr Training für die Olympischen Spiele entsprechend anpassen können“, betonte der frühere Weltklasse-Läufer Coe.

Brief von Sebastian Coe an die Leichtathletik-Community