Archivierter Artikel vom 31.01.2010, 11:34 Uhr
Mexiko-Stadt

Fußball-Star Cabañas spricht wieder: «Ein Wunder»

Der angeschossene Fußball-Star Salvador Cabañas macht bei seiner Genesung gute Fortschritte.

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Der Stürmer von América de México könne sich sechs Tage nach dem Anschlag erstmals wieder mündlich mitteilen und sei bei vollem Bewusstsein, erklärten die behandelnden Ärztein Mexiko-Stadt. Die Genesung des Nationalspielers aus Paraguay wurde von Chefarzt Ernesto Martínez als «Wunder» bezeichnet. Ein Kopfschuss sei in der Regel der sichere Tod. Cabañas war am vergangenen Sonntag in einer Bar in Mexiko-Stadt durch einen Schuss in die Stirn lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter konnte bislang nicht gefasst werden.

«Der Zustand ist stabil. Das Gehirnödem ist zurückgegangen», sagte Chefarzt Ernesto Martínez. Da Cabañas inzwischen weniger Beruhigungsmittel benötige, sei er am Samstag aufgewacht. Er habe sich mit Angehörigen und Freunden ganz kurz unterhalten, verriet Martínez. Der Patient könne sich jedoch nicht an die Tat erinnern. Er habe zudem Probleme mit den Bewegungen der linken Körperseite. Die Folgen des Anschlags seien noch nicht abzuschätzen. «Aber die Entwicklung ist toll. Er spricht und hat meine Hand berührt», staunte auch der Arzt des paraguayischen Teams, Aldo Martínez.

Nach Erkenntnissen der Behörden war dem Attentat eine Diskussion über die zuletzt schlechte Trefferquote von Cabañas vorangegangen. «Was ist denn mit den Toren los?», habe der identifizierte Hauptverdächtige auf der Toilette der Bar gefragt. Die Beamten berufen sich auf Aussagen eines Augenzeugen. Aufnahmen der Sicherheitskameras der Bar zeigen, wie zwei Männer Cabañas in die Herrentoilette folgten, wo sich der Angriff zugetragen haben soll.

Cabañas war 2007 und 2008 erfolgreichster Torjäger in der Copa Libertadores. Der 45-malige Nationalspieler (10 Tore) gehörte bei der WM in Deutschland zum Kader Paraguays, kam aber nicht zum Einsatz. Für die WM in Südafrika galt er nach guten Leistungen in der WM- Qualifikation als einer der Hoffnungsträger der «Guaranis». Die Südamerikaner spielen in der Gruppe F gegen Italien, Neuseeland und die Slowakei.