Dortmund

Olympische Spiele

Handball-Nationalspieler Michalczik verzichtet auf Olympia

Von dpa
Martin Michalczik
ARCHIV - Da Marian Michalczik (M.) in den kommenden Wochen erstmals Vater wird, verzichtet er auf die mögliche Teilnahme bei Olympia. Foto: Swen Pförtner/dpa

Da Marian Michalczik in den kommenden Wochen erstmals Vater wird, verzichtet er auf die mögliche Teilnahme bei Olympia. Sebastian Heymann rückt für den Hannoveraner nach.

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Dortmund (dpa). Handball-Bundestrainer Alfred Gislason muss bei den Olympischen Sommerspielen in Paris definitiv auf Marian Michalczik verzichten. Wie der Deutsche Handball-Bund (DHB) mitteilte, sagte der Spielmacher des TSV Hannover-Burgdorf den am Sonntag beginnenden Lehrgang in Hennef ab. Für ihn rückt Sebastian Heymann nach, der künftig für die Rhein-Neckar Löwen spielen wird.

Der 27 Jahre alte Michalczik und seine Frau erwarten in den kommenden Wochen zum ersten Mal Nachwuchs, weswegen der Profi für Paris absagte. «Der Verzicht auf eine mögliche Olympiateilnahme wiegt sicher schwer, aber die Geburt unseres ersten Kindes steht an erster Stelle», sagte Michalczik, der bereits die Heim-EM im Januar aufgrund einer Verletzung verpasst hatte. Den Jungs drücke er nun als Fan die Daumen.

Michalcziks Chancen auf eine Teilnahme beim Saison-Höhepunkt standen nicht schlecht. Sowohl bei der erfolgreichen Olympia-Qualifikation als auch beim letzten Länderspiel Mitte Mai gegen Schweden stand er im DHB-Aufgebot.

Gislason: «Jetzige Formation einspielen»

Gislason sieht die veränderte Personalsituation pragmatisch. «Mit dem Wechsel Sebastian Heymann für Marian Michalczik können wir in unserem Konzept bleiben. Ab Sonntag werden wir uns wieder gemeinsam voll mit Handball beschäftigen und die jetzige Formation einspielen», sagte der Bundestrainer.

In der Olympia-Vorbereitung absolviert die DHB-Auswahl noch Testspiele gegen Olympiasieger und Europameister Frankreich, Ungarn und Japan. In Paris treffen die Schützlinge von Gislason dann in der Gruppe A zum Auftakt am 27. Juli auf Schweden. Weitere Gruppengegner sind Spanien, Kroatien, Slowenien und Japan.

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