HBL

Handball: Kiel und Berlin bleiben Magdeburg auf den Fersen

Kiels Rechtsaußen Niclas Ekberg ist mit jetzt 1335 Treffern der neue Rekordschütze der „Zebras“, die lange Zeit Mühe mit dem Tabellenschlusslicht aus Minden haben. Die Rhein-Neckar Löwen enttäuschen.

THW Kiel
Der THW Kiel feierte einen souveränen Heimsieg.
Foto: Frank Molter/dpa

Kiel (dpa). Der Dreikampf an der Tabellenspitze der Handball-Bundesliga setzt sich fort. Am Sonntag gewannen Titelverteidiger THW Kiel und die Füchse Berlin ihre Heimspiele und bleiben mit jeweils 10:0 Punkten Spitzenreiter SC Magdeburg (12:0) auf den Fersen.

Der THW setzte sich mit 34:25 (19:15) gegen Schlusslicht TSV GWD Minden durch, die Füchse schlugen den HC Erlangen mit 35:30 (20:16). Die Kieler taten sich lange schwer, warfen erst in der Schlussphase einen klaren Vorsprung heraus. Höhepunkt der Partie war der Treffer von Niclas Ekberg zum 28:22 (49.), mit dem der Schwede seinen Landsmann Magnus Wislander als Rekordschütze des THW überholte. Ekberg war elfmal erfolgreich und hat jetzt 1335 Treffer auf seinem Konto. Wislanders Marke lag bei 1332 Toren. „Das ist natürlich eine Riesenehre, aber ohne die Jungs hätte ich es nicht geschafft“, sagte der 32-jährige Linkshänder nach der Partie bei Sky.

Berlin lief in der Anfangsphase einem Rückstand hinterher. Die beiden Torhüter Dejan Milosavljev und Fredrik Genz fanden nicht in die Partie. Mit einem Vier-Tore-Lauf zum 20:15 (29.) spielten sich die Hauptstädter gegen Ende der ersten Halbzeit frei. Am kommenden Sonntag erwarten die Berliner nun den THW Kiel.

Melsungen siegt unter neuem Trainer

In einem spannenden Spiel feierte die MT Melsungen mit dem 25:23 (11:12) den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Roberto Parrondo. „Wir haben als Team gut gespielt“, sagte der Portugiese Andre Gomes, der vier Treffer zum Sieg der Nordhessen beisteuerte. Die Partie musste kurz vor Schluss mehrere Minuten lang unterbrochen werden, weil sich der Hannoveraner Torhüter Domenico Ebner bei einer Abwehraktion ohne gegnerische Einwirkung verletzt hatte und mit einer Trage vom Feld gefahren werden musste.

Fünf Tage nach dem enttäuschenden Aus in der Qualifikation zur European League gab es für die Rhein-Neckar Löwen den nächsten Rückschlag. Beim zuvor noch punktlosen TVB Stuttgart unterlagen die Mannheimer deutlich mit 30:35 (12:15).

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