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Formel 1

F1 distanziert sich von Ecclestone-Aussagen zu Rassismus

Berlin (dpa). Die Formel 1 hat sich unmissverständlich von Aussagen ihres früheren Chefs Bernie Ecclestone zu Rassismus distanziert. Diese hätten keinen Platz in der Formel 1 oder der Gesellschaft, hieß es in einer Mitteilung auf der Homepage der Rennserie.

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Bernie Ecclestone
Erntet mit seinen Aussagen über Rassismus aus der Formel 1 Kritik: Bernie Ecclestone.
Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

„In einer Zeit, in der Einigkeit gefordert ist, um Rassismus und Ungleichheit zu attackieren, stimmen wir überhaupt nicht mit den Aussagen von Bernie Ecclestone überein.“

In einem zuvor veröffentlichten Interview des US-Fernsehsenders CNN hatte der 89-Jährige unter anderem gesagt, in vielen Fällen seien schwarze Menschen rassistischer als weiße Menschen. Wie die Formel 1 betonte, habe Ecclestone nach seinem Abschied 2017 keine Rolle mehr in der Rennserie gespielt, seinen Ehrentitel als emeritierter Vorsitzender habe er seit Januar 2020 nicht mehr.

Den Einsatz von Weltmeister Lewis Hamilton gegen Rassismus hatte Ecclestone zwar gelobt, er sieht aber keine Diskriminierung schwarzer Menschen in der Rennserie. „Diese letzte Kampagne, die er [Hamilton] für schwarze Menschen macht, ist wunderbar“, sagte Ecclestone. „Nein, überhaupt nicht“, antwortete er anschließend auf die Frage, ob er die Formel 1 als rassistisch empfinde.

Hamilton hat in den vergangenen Wochen immer wieder öffentlich die „Black-Lives-Matter“-Bewegung unterstützt. Zudem warf er der Formel 1 vor, ein „von Weißen dominierter“ Sport zu sein und gründete eine Kommission, die mehr schwarzen Menschen den Weg in die Formel 1 ebnen soll. Mercedes und eine Reihe von Fahrerkollegen solidarisierten sich mit Hamilton. In der Vorwoche verkündete die Formel 1 außerdem die Gründung einer Initiative, die unter dem Motto #WeRaceAsOne unter anderem Rassismus und Ungleichheit bekämpfen soll.

© dpa-infocom, dpa:200626-99-581079/3

CNN-Interview

#WeRaceAsOne-Initiative

Formel-1-Statement