Archivierter Artikel vom 30.06.2014, 12:50 Uhr
München

Reindl scheidet als DEB-Generalsekretär aus

Präsidentschaftskandidat Franz Reindl ist als Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zurückgetreten. Den Vollzug des zu Ende Juni angekündigten Schrittes verband der frühere DEB-Sportdirektor mit deutlicher Kritik am aktuellen DEB-Präsidenten Uwe Harnos.

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Franz Reindl
Franz Reindl will DEB-Präsident werden.
Foto: Tobias Hase – DPA

München (dpa) – Präsidentschaftskandidat Franz Reindl ist als Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) zurückgetreten. Den Vollzug des zu Ende Juni angekündigten Schrittes verband der frühere DEB-Sportdirektor mit deutlicher Kritik am aktuellen DEB-Präsidenten Uwe Harnos.

Nach der Heim-WM 2010, bei der Reindl auch Geschäftsführer des Organisations-Komitees gewesen war, seien «im DEB viele sportliche, finanzielle und strategische Entscheidungen mit erheblichen Auswirkungen gegen meinen ausdrücklichen Rat getroffen worden», klagte der 59-Jährige am Montag. Unter anderem hatte sich Reindl 2011 für einen Verbleib von Uwe Krupp als Bundestrainer ausgesprochen, obwohl dieser Chefcoach bei den Kölner Haien wurde. Harnos lehnte dies ab und entmachtete Reindl später als Sportdirektor.

Unter Krupps Nachfolger Jakob Kölliker und aktuell unter Pat Cortina konnte das Nationalteam zuletzt nicht mehr an die Erfolge unter Krupp anknüpfen. Harnos steht deswegen seit Jahren in der Kritik. Reindl hatte sich daher zur Gegenkandidatur bei den Präsidentschaftswahlen am 19. Juli entschieden. Amtsinhaber Harnos will sich seit der verkorksten WM im Mai in Minsk weder zur Kritik an ihm noch der bevorstehenden Wahl und Reindls Kandidatur äußern.