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DEL hält vorerst am geplanten Saisonstart fest

Neuss (dpa). Die Deutsche Eishockey Liga hält trotz des erneuerten Verbots für Großveranstaltungen an ihrem geplanten Saisonstart am 13. November fest.

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Die Clubs in der DEL sind besonders von Zuschauereinnahmen abhängig.
Foto: Daniel Karmann/dpa

„Unser oberstes Ziel ist, dass wir spielen! Dafür tun wir alles, was nötig ist. Man kann eine Profiliga nicht einfach aus- und dann wieder anknipsen“, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke am Freitag nach diversen Beratungen innerhalb der Liga und mit anderen Sportligen in Deutschland.

Nach der Entscheidung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Länderchefs soll eine Arbeitsgruppe erst Ende Oktober über die Wiederzulassung von größeren Zuschauermengen befinden. Dies ist für die DEL, die auf Zuschauereinnahmen angewiesen ist, aber zu spät.

„Wir werden und können nicht ohne Zuschauer oder ohne finanzielle Hilfen in den Spielbetrieb gehen, und hierfür brauchen wir sechs bis acht Wochen Vorlauf“, sagte Tripcke, der deshalb eine aktive Rolle in der geplanten Arbeitsgruppe forderte.

Die Beschlüsse von Merkel und den Ministerpräsidenten am Donnerstag fasste Tripcke nicht als Rückschlag auf. „Wir lesen den gestrigen Beschluss nicht so, dass Zuschauer grundsätzlich ausgeschlossen sind. Zunächst müssen wir aus Erfahrung abwarten, wie dieser Beschluss nun in den Ländern umgesetzt wird“, sagte der DEL-Chef.

Generell sollen Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens bis Ende Dezember 2020 nicht stattfinden. Der Profifußball ist davon nicht betroffen, da er sowohl ein schlüssiges Hygienekonzept erarbeitet hat als auch eine Kontaktverfolgung, beispielsweise über personalisierte Tickets, gewährleisten kann. Darauf beruft sich die DEL nun auch: „Unsere 14 Clubs haben oder sind weiterhin dabei, sinnvolle Hygienekonzepte zu erarbeiten, so dass wir aus unserer Sicht unter die genannte Ausnahme des Verbots fallen.“

Allerdings fehlt der Liga im Hinblick auf den Saisonstart die benötigte Perspektive, wieder mit Zuschauern spielen zu können.

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