Archivierter Artikel vom 16.07.2019, 13:22 Uhr

Rassismusvorwürfe

Riot verlängert Frist für Investorausschluss bei Echo Fox

Ein Investor der E-Sport-Organisation Echo Fox soll sich wiederholt rassistisch geäußert haben. Daraufhin verlangt LoL-Entwickler Riot Games einen Ausschluss der Person – innerhalb von 60 Tagen.

Lesezeit: 1 Minuten
Rick Fox
Rick Fox drohte, seine Firma Echo Fox zu verlassen, wenn nicht ein rassistischer Investor ausgeschlossen würde.
Foto: Riot Games – dpa

Los Angeles (dpa). Riot Games hat Echo Fox weitere sieben Tage eingeräumt, um mutmaßlich rassistische Personen aus dem Gesellschafterkreis zu entfernen. Basierend auf den laufenden Diskussionen sei die ursprünglich am 15. Juli abgelaufene Frist verlängert worden, teilte Riot via Twitter mit.

Am 15. Mai hatte Riot mitgeteilt, weitere Schritte einleiten zu wollen, sollte sich Echo Fox nicht innerhalb von 60 Tagen von den Personen trennen, deren Verhalten gegen die Vorgaben der Liga verstößt. Konkret geht es Medienberichten zufolge um einen Investor, der sich wiederholt rassistisch geäußert haben soll.

Neben E-Sportlern in verschiedenen Titeln stellt Echo Fox auch eine der Mannschaften in der nordamerikanischen League of Legends Championship Series (LCS) von Riot Games. Sollte die Organisation keine „berichtigenden Aktionen“ durchführen, droht im schlimmsten Fall ein Ausschluss aus der Liga.

Die Vorwürfe beziehen sich auf einen Vorfall Ende April. Rick Fox, ehemaliger NBA-Profi, Gründer und auch Namensgeber der E-Sport-Organisation Echo Fox, hatte gedroht, aufgrund von rassistischen Äußerungen ihm gegenüber sowie Drohungen gegen seine Familie, Echo Fox zu verlassen. Im Zuge der Auseinandersetzung entschied er sich jedoch, in der Organisation zu verbleiben und für den Ausschluss des Investors zu kämpfen.