Archivierter Artikel vom 24.05.2021, 06:47 Uhr

Erster WM-Titel für Brasilien

Rainbow-Six-Team Ninjas in Pyjamas gewinnen Six Invitational

Der Zweitplatzierte des letztjährigen Six Invitational stand auch dieses Jahr im Finale um den Titel. Die Favoriten aus Europa waren dagegen machtlos gegen Rainbow-Six-Teams aus Lateinamerika.

Ninjas in Pyjamas
Das Rainbow-Six-Team Ninjas in Pyjamas gewinnen gegen das Team Liquid im Finale des Six Invitational und holen den Titel zum ersten Mal nach Brasilien.
Foto: Foto: Kirill Bashkirov/Ubisoft – dpa

Paris (dpa). Erstmals in der Geschichte des Six Invitational gewinnt ein Rainbow-Six-Team aus Brasilien den WM-Titel. Die schwedische Organisation Ninjas in Pyjamas setzte sich mit dem brasilianischen Team im Turnierfinale gegen das Team Liquid durch (3:2).

„Es ist überwältigend, wir trainieren jahrelang dafür. Es ist unser Lebenswerk“, sagte NiP-Spieler Julio „julio“ Giacomelli nach dem Sieg. Seine Teamkollegen jubelten, während sie die Six Invitational-Trophäe in Form eines 3D-gedruckten Vorschlaghammers in der Hand hielten, der einem Werkzeug aus dem Spiel ähnelt.

Die zweitschlechte Mannschaft der European League, Team Empire, zeigte in der Gruppenphase ihr ganzes Potenzial und kletterte vorbei an den Favoriten aus Frankreich BDS Esport und dem deutschen Team G2 Esports auf den ersten Platz. Keine dieser Mannschaften schaffte es jedoch weiter als ins Viertelfinale des Turniers.

„Eine absolut miserable Leistung von uns“, twitterte G2-Trainer Thomas „Shas“ Lee nach dem Ausscheiden seines Teams. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur ging er näher auf die Gründe dafür ein: „Das ganze Turnier über hatten wir einen klaren Mangel an Anpassungsfähigkeit. Wir konnten nicht damit umgehen, wenn etwas ungewöhnlich war.“

Shas bemängelte, dass die Spieler sich „nicht an den Spielplan gehalten haben, den wir seit drei Monaten durchzusetzen versuchen.“ Von den erfahrenen Spielern erwarte er künftig mehr Verantwortung und lobte Jordan „Kayak“ Morley, der „trotz mangelnder Erfahrung einen großartigen Job macht.“

Nach dem Turnier werden die Spieler sich kurz ausruhen dürfen, so Shas, „aber ich werde die Pause wahrscheinlich etwas kürzer gestalten, um sicherzustellen, dass wir genug Zeit haben, uns auf die European League vorzubereiten.“ Ab dem dritten Juni geht es für das deutsche Team in der GSA-League und der zweiten Phase der European League weiter.

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