Archivierter Artikel vom 18.02.2020, 16:05 Uhr

Beteiligung an ESL Pro League

ESL präsentiert „Louvre Agreement“ für führende CS:GO-Teams

Mit der ESL Pro League verspricht der Turnierveranstalter ein nachhaltiges Ökosystem für CS:GO. Teil davon ist auch eine neue Vereinbarung mit den Teams, die die ESL nun öffentlich macht.

Lesezeit: 2 Minuten
ESL Pro League
Die ESL Pro League gehört zu den prestigeträchtigsten Turnierreihen in CS:GO.
Foto: Helena Kristiansson/ESL/dpa

Köln (dpa). Führende Teams in Counter-Strike: Global Offensive haben sich für die ESL Pro League auf eine Partnerschaft mit der ESL geeinigt. Das sogenannte „Louvre Agreement“ sei von 13 Organisationen unterschrieben worden, teilte die ESL am Mittwoch mit.

Darunter sind Teams wie Astralis, Fnatic, Faze Clan, G2 Esports, Mousesports und Team Liquid. Der Mitteilung zufolge werden sie Mehrheits-Interessenvertreter der Liga mit einem langfristigen Teilnahmeslot. Außerdem werden sie an den Umsätzen beteiligt – basierend auf Performance, Anzahl der Events und jeweiligen Zuschauerzahlen.

Der ESL zufolge beinhaltet die Vereinbarung keine Exklusivität für die Teams. „Die Teams können bei sämtlichen Turnieren mitspielen“, sagte Ulrich Schulze, Senior Vice President Product ESL. „Es gibt natürlich Zeiträume, in denen die Teams ihre Matches in der ESL Pro League spielen und deshalb schon rein praktisch nicht bei anderen Events sein können. Darüber hinaus kann allerdings jedes Team frei entscheiden.“

Kritiker befürchten, dass der CS:GO-E-Sport mit Vereinbarungen dieser Art Schritte zu einem Franchise-System nimmt, wie es in anderen Disziplinen wie League of Legends oder Overwatch existiert. CS:GO-Entwickler Valve hatte sich im Herbst in einem Blogeintrag explizit gegen solche Exklusiv-Verträge ausgesprochen.

„Derzeit sind wir nicht daran interessiert, Lizenzen für Veranstaltungen zu vergeben, die teilnehmende Teams darin einschränkt, an anderen Veranstaltungen teilzunehmen“, hieß es. Valve sei in der Entstehung der Vereinbarung über die gesamte Entwicklungsphase involviert gewesen, hießt es von der ESL.

„Wir halten das für eine monumentale Vereinbarung und einen wichtigen Schritt nach vorne für den gesamten E-Sport“, sagte Victor Goossens, Co-CEO und Mitgründer von Team Liquid, der Mitteilung zufolge. Es seien eineinhalb Jahre Arbeit in die neuen Rahmenbedingungen geflossen, um eine nachhaltige Zukunft für CS:GO zu bilden.

Der Vereinbarung sind nicht alle 24 zur EPL eingeladenen Teams beigetreten. „Die restlichen elf Slots werden für Teams zur Verfügung stehen, die sich auf Basis ihres World-Rankings oder direkt über die Mountain Dew League qualifizieren“, sagte Schulze. Teams wie Renegades, OG und Virtus.Pro wurden zwar zur EPL eingeladen, haben die Vereinbarung jedoch nicht unterzeichnet.