Archivierter Artikel vom 11.12.2019, 16:12 Uhr
Moskau

Wegen Doping-Sanktionen

Russische Boxer drohen mit Olympia-Boykott

Russlands Boxer drohen mit dem Boykott der Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Sie fordern, die Doping-Sanktionen aufzuheben, die sie zu einem Start als neutrale Athleten zwingen würden. „Sie sagten, sie würden nicht ohne unsere Flagge und Hymne gehen“, sagte Umar Kremlew, der Generalsekretär der Russischen Boxföderation, am Mittwoch der Nachrichtenagentur AP.

Olympia-Boykott
Russlands Boxer wollen in Tokio nicht unter neutraler Flagge kämpfen.
Foto: Pavel Golovkin/AP/dpa

Die osteuropäischen Sportler reagierten damit auf den Beschluss der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada vom Montag, wegen manipulierter Daten aus dem Moskauer Kontrolllabor eine Vierjahressperre gegen Russland zu verhängen. In dieser Zeit dürfen russische Athleten nur unter neutraler Fahne bei Olympischen Spielen wie im Sommer 2020 in Tokio und im Winter 2022 in Peking sowie bei Weltmeisterschaften starten.

Zeitplan Olympia 2020

Anti-Doping-Regeln Olympisches Komitee