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Basketball-Bundesliga

BBL-Boss Holz: Mit Mindestetat keine komplette Liga

Die temporäre Aussetzung des eigentlichen Mindestetats von drei Millionen Euro ist für BBL-Geschäftsführer Stefan Holz alternativlos.

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Stefan Holz
Lässt an den Hygiene- und Sicherheitsvorgaben festhalten: Stefan Holz, Geschäftsführer der Basketball Bundesliga.
Foto: Nicolas Armer/dpa

„Mit dem aktuellen Mindestetat hätten wir keine 18 Clubs in der kommenden BBL-Saison. Vielleicht auch keine 16“, sagte Holz in einem Interview des Branchenmagazins „Sponsors“.

Die Basketball-Bundesliga hatte in der vergangenen Woche erklärt, dass die Vereine für die Lizenzerteilung für die Saison 2020/21 wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen Mindestetat von drei Millionen Euro aufweisen, sondern nur ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren müssen. Ob alle Clubs die Lizenz bekommen, soll in dieser Woche entschieden werden.

„Wir drehen an diversen Stellschrauben, um den Clubs in Summe das Leben ein wenig zu erleichtern und Kosten zu sparen“, sagte Holz. So wird unter anderem auch die vorgeschriebene Anzahl von hauptamtlich Beschäftigten für ein Jahr reduziert.

Wann und wenn ja wie viele Zuschauer wieder in die Hallen dürfen, will Holz nicht prognostizieren. Zusammen mit dem Handball und dem Eishockey wurde an Konzepten gearbeitet. „Letztlich wird es zwei Konzepte brauchen, einerseits das Hygiene- und Sicherheitskonzept für die Spielbeteiligten und andererseits eines für die Wiederzulassung von Zuschauern“, sagte Holz. „Ersteres betrifft den Arbeitsschutz, letzteres den Gesundheitsschutz.“ Es werde nicht das eine Konzept für alle geben, da die Begebenheiten vor Ort jeweils unterschiedlich seien.

Die neue BBL-Saison soll am 6. November und damit deutlich später als in den vergangenen Jahren beginnen. Zuvor soll Ende Oktober bereits der BBL-Pokal ausgespielt werden.

BBL-Präsident Alexander Reil ist überzeugt davon, dass die sogenannte 6+6-Regel in der Bundesliga auch in Zukunft gelten wird. „Die Deutschen-Quote hat sich in den vergangenen Jahren etabliert. Und ich denke, dass wir sie so beibehalten werden“, sagte Reil dem Magazin „BIG – Basketball in Deutschland“.

Die zur Saison 2012/13 eingeführte Regel besagt, dass jeder Club mindestens sechs deutsche Profis im Kader haben muss. Damit soll die Nachwuchsförderung gestärkt werden. Vor allem der frühere Bundestrainer Dirk Bauermann hatte sich damals dafür eingesetzt.

Die Regel ist zum Ende der Spielzeit 2019/20 ausgelaufen. „Wir werden sicherlich noch einmal darüber diskutieren. Aber ich glaube, dass die große Mehrheit diese Regelung als gut ansieht“, sagte Reil.

© dpa-infocom, dpa:200713-99-771054/3

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