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Neuwieder Bären: Aufsteigen ja – aber nicht um jeden Preis

Gefangen zwischen den Ligen – so fühlt sich der Eishockey-Regionalligist EHC Neuwied seit einigen Jahren. Spielte man in der Regionalliga zuletzt stets eine gewichtige Rolle – erst im Dezember feierte man die Meisterschaft – so fehlt es dennoch an den finanziellen Mitteln, eine Liga höher in der Oberliga zu bestehen.

Von Tom Neumann

Doch der Verband verlangt von jedem, der sich sportlich qualifiziert, auch den Aufstieg – unabhängig von den wirtschaftlichen Gegebenheiten. Deshalb treten die Verantwortlichen in Neuwied nun die Flucht nach vorne an: "Wir wollen aufsteigen, dazu brauchen wir aber die Unterstützung von Politik und Wirtschaft aus der Region", sagt der EHC-Vorsitzende Prof. Dr. Peter Billigmann. Die Fans ziehen mit, zum ersten Spiel der Aufstiegsrunde kamen am Wochenende 1000 Zuschauer in die Neuwieder Eishalle.

Von acht Teams in dieser Runde steigen (mindestens) sechs auf – bei der aktuellen sportlichen Klasse im Team ist es da fast unmöglich, nicht aufzusteigen. Die Euphorie rund um das Team ist entsprechend groß, mit ihr aber auch die Erwartungshaltung. Doch Billigmann unterstreicht auch: „Gelingt es nicht, einen hohen fünfstelligen Betrag an zusätzlichen Sponsorengeldern zu akquirieren, dann gehen wir das Risiko eines Aufstieges auch nicht ein.“ Die Bären müssten dann – so will es der Deutsche Eishockey-Bund – in der untersten Klasse neu anfangen. Ein Situationsbericht rund um den EHC Neuwied.

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