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Koblenz

Die Coblenz Raptors: Baseball und Softball für Jedermann

Die Szene wirkt irgendwie unscheinbar. Gut, einer der Beteiligten trägt eine Maske mit Gitter. Ein Zweiter hat einen Baseballschläger in der Hand. Und manchmal fliegen Bälle von A nach B. So richtig dynamisch wird die Szene jedoch erst, wenn so ein Ball dann auch mal getroffen wird.

Von unserem Mitarbeiter Tom Neumann

Dann wird es plötzlich hektisch. Die einen hecheln dem Ball hinterher, andere laufen aufgeregt das Spielfeld entlang. Wer Baseball verstehen will, der muss schon genau hinschauen – und kann dies bei den Coblenz Raptors tun, die in der Stadt an Rhein und Mosel diese ur-amerikanische Sportart betreiben.

„Wir spielen derzeit in der 3-River-Baseballleague“, erklärt Tobi Schmidt, Headcoach der Raptors. „Das ist eine Fun-Liga.“ Zwar würde man gerne auch in einer Liga des Verbands spielen, doch dafür gibt es strenge Auflagen – die etwa das Spielfeld oder die Mannschaftsstärke am Spieltag betreffen. „In der Liga, in der wir jetzt spielen, kann man auch mal nur mit ein paar Spielern anreisen und sich dann Spieler bei anderen Teams ausleihen.“

Das passt zur ohnehin sehr entspannten Atmosphäre rund um ein solches Heimevent. In der Regel treffen sich drei Teams an einem Ort, um dort im Modus Jeder-gegen-Jeden anzutreten. Nicht zu kurz darf bei aller familiärer Atmosphäre jedoch die sportliche Rivalität kommen. „Wir wollen schon auch gewinnen“, unterstreicht Schmidt. Und wenn es mal nicht nach Plan läuft, dann gibt es auch mal lange Gesichter.

Etwa bei Norman Kratzer, Lieblingsposition Catcher – der Mann mit der Maske. „Ich spiele seit 16 Jahren Baseball“, sagt der 31-Jährige, der einst in Nastätten mit diesem Sport angefangen hatte. Das Team dort löste sich irgendwann auf, auch ein Team in Neuwied verschwand irgendwann von der Bildfläche. Doch dafür gibt es jetzt ja die Raptors. „Ich finde diese Sportart so faszinierend, weil bei uns wirklich jeder mitmachen kann. Man muss kein durchtrainierter Athlet sein, um seine Rolle zu finden beim Baseball. Hier sind alle Spielertypen gefragt.“

Auf dem Feld fliegen derweil wieder die Bälle. Der Pitcher wirft, der Catcher fängt. Und der Batter, der mit dem Baseballschläger, versucht das zu verhindern, indem er den Ball erwischt und in Richtung Spielfeld schlägt. Möglichst weit weg. Um danach im Idealfall zum Homerun anzusetzen und dem Team Punkte zu bescheren. Klingt dann doch gar nicht so kompliziert – deshalb macht auch Headcoach Schmidt Mut: „Wer Lust hat in diese Sportart reinzuschnuppern ist bei uns herzlich willkommen. Wir freuen uns über jeden, der sich für Baseball oder Softball interessiert.“

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