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Koblenz

So wird Megasause Rhein in Flammen gesichert: 800 Polizisten, Securitymitarbeiter, Retter und Co. sind im Einsatz

Jan Lindner

Es ist die Megasause des Jahres in Koblenz und Umgebung: Zur 63. Auflage von Rhein in Flammen nächstes Wochenende werden mehrere Hunderttausend Menschen erwartet. Deren Sicherheit hat für die Veranstalter oberste Priorität. Zu Einzelheiten des Konzepts geben sich Koblenz Touristik und Polizei gewohnt zugeköpft. Ein paar Details verraten sie aber doch.

Bei der Megasause Rhein in Flammen zeigt sich die Polizei in Uniform und Zivil auf dem Veranstaltungsgelände.
Bei der Megasause Rhein in Flammen zeigt sich die Polizei in Uniform und Zivil auf dem Veranstaltungsgelände.
Foto: Archiv Thomas Frey

Thomas Steinebach, Abteilungsleiter Veranstaltungen bei der Koblenz Touristik, sagt: „Das Sicherheitskonzept aus dem Jahr 2017 hat sich sehr gut bewährt. Wir werden es in Absprache mit den Sicherheits- und Genehmigungsbehörden in ähnlicher Weise durchführen.“ Die Kosten für das Konzept, in dem auch das Thema Verkehr eingearbeitet ist, belaufen sich auf rund 145.000 Euro.

Wie viele Polizisten bei dem Riesenspektakel im Einsatz sind, sagt Polizeisprecher Friedhelm Georg nicht. Nur so viel: „Die Polizei wird sichtbar präsent sein und dies uniformiert als auch in zivil im Veranstaltungsraum.“ Im Vorjahr haben laut Veranstalter rund 800 Menschen für Sicherheit beim Sommerfest zu Rhein in Flammen gesorgt: Polizisten, vor allem aber Securitypersonal, Feuerwehrleute, Rettungskräfte, Techniker, Mitarbeiter des Ordnungsamts und der Straßenverkehrsbehörde sowie die Schifffahrtsverwaltung.

Polizeisprecher Georg bestätigt, dass das Veranstaltungsgelände erneut mit Kameras überwacht wird. Damit kann die Polizei beobachten, wie sich die Menschenmassen verhalten sowie Besucherströme und Verkehrsflüsse. Geschulte Beamte werten das Bildmaterial aus. Dazu kommen Bodycam-Träger zum Einsatz – Polizisten, die Kameras an ihrer Einsatzkleidung befestigt haben.

Dieses Jahr werden zehn Beschallungstürme aufgestellt, um im Notfall Ansprachen an die Besucher zu richten. Im Vorjahr waren es acht. Außerdem gibt es wieder technische Sperren respektive ein „mobiles Fahrzeugblockiersystem“ an den Zugängen. Damit soll verhindert werden, dass ein Attentäter einen Lkw als Mordwaffe missbrauchen und damit in die Zuschauer brettern kann. So wie dies 2016 passiert ist bei den beiden brutalen Terroranschlägen in Nizza (Juli) und Berlin (Dezember).

Das Sicherheitskonzept zu Rhein in Flammen haben Veranstalter, Polizei und Behörden 2012 erarbeitet. Jahr für Jahr wird es neuen Erkenntnissen angepasst. Ob darin die Themen Massenpanik, Stromausfall, mögliche Unwetter und Terrorismus eingearbeitet sind, beantwortet Polizeisprecher Georg so: „Der Veranstalter hat sich mit den Behörden mit Sicherheitsaufgaben mit derartigen Szenarien auseinandergesetzt und beraten. Es wurden vorbeugende und vorbereitende Maßnahmen getroffen.“ Im Vorjahr blieb das Sommerfest bei Rhein in Flammen weitgehend friedlich. Die Polizei musste sich mit nur sieben Körperverletzungen beschäftigen und einem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. 2016 gab es nur drei Körperverletzungen am Veranstaltungssamstag.

Von unserem Redakteur Jan Lindner

Rhein in Flammen
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