Umwelt und Klima
Bischof Ackermann: Wir müssen unseren Lebensstil verändern
Trierer Bischof Stephan Ackermann
Trierer Bischof Stephan Ackermann
Harald Tittel. DPA

Man lebt nicht nur gut, wenn man viel hat – sagt der Bischof von Trier. Es gebe auch noch einen anderen Reichtum.

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Trier (dpa/lrs) – Die Menschen in den Industriestaaten stehen nach Ansicht des Trierer Bischofs Stephan Ackermann angesichts des Klimawandels vor Einschränkungen und Veränderungen ihres Lebens. «Wenn wir die ökologische Katastrophe aufhalten wollen, dann müssen wir unseren Lebensstil verändern», sagte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe «keine Garantie dafür, dass es einfach im Wohlstand weiter bergauf geht».

Er fügte hinzu: «Es kann sein, dass wir sagen müssen: Bestimmte Dinge werden wir uns so in Zukunft nicht leisten können.» Man werde, was die Bewahrung der Schöpfung und den Klimawandel angehe, den westlichen Lebensstil ändern müssen: «Wir können nicht einfach auf Kosten künftiger Generationen und der Erde leben. Und dazu müssen wir bereit sein.»

Die Änderung des Lebensstils sei aber «nicht so einfach», weil sie mit Veränderungen und Einschnitten verbunden sei. Die schlichte Aufforderung, «den Gürtel enger zu schnallen», sei da nicht hilfreich: «Vielleicht sollten wir uns eher auf die Frage fokussieren: Wofür mache ich was?» Die Lebensqualität sei «nicht automatisch mit dem Haben gegeben». Es gebe auch eine andere Form von Reichtum «nicht im materiellen Sinn».

© dpa-infocom, dpa:260110-930-524171/1

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