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    VfB Linz entzaubert Mayens Pokalhelden

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    Foto: Creativ

    Mit einer gehörigen Portion Respekt gingen die Linzer in diese Partie. Schließlich hatten die Mayener in der vergangenen Woche im Viertelfinale des Wettbewerbs um den Rheinland durch einen 8:3-Auswärtssieg beim Ligarivalen FSV Trier-Tarforst aufhorchen lassen. Zudem musste der VfB kurzfristig auf einigen Positionen verletzungsbedingt umstellen. So fehlten Spielertrainer Michael Theuer und Torwart Niclas Kotula, während Mayen mit allen "Pokalhelden" auflaufen konnte. Doch gegen den besonders in der Abwehr sehr sorglos agierende TuS bröckelte der Respekt schnell ab. Nach einem herrlichen Schuss von Dzenis Ramovic (15.) ins rechte Eck gingen die Gastgeber folgerichtig früh in Führung. Weitere zwei Minuten später erhöhte Andreas Schuht in seinem ersten Einsatz von Beginn an nach einer langen Verletzungspause auf 2:0.

    "Unsere Einstellung war einfach schlecht. Trotz der jüngsten Erfolge im Pokal ist die Liga kein Selbstläufer", war Mayens Trainer Martin Sek mit der Vorstellung seiner Elf sehr unzufrieden. Doch gegen Mitte des ersten Abschnitts wurden die Eifelaner gefährlicher und hatten Pech, als ein Schuss von Torjäger Stephan Schikora (35.) vom Innenpfosten genau in den Armen von VfB-Torwart Timo Stumpf landete. "Da sind wir plötzlich ganz schön ins Schwimmen geraten", musste Theuer hinter der für ihn ungewohnten Seitenlinie einige bange Minuten überstehen.

    Auch nach Wiederbeginn erspielten sich die Gäste zunächst ein leichtes optisches Übergewicht. "Es fehlten uns aber die zwingenden Chancen und die Torgefährlichkeit der letzten Wochen", sagte Sek. Zudem schien Mayen das schwere Pokalspiel zusätzlich Kraft gekostet zu haben. "Darauf hatten wir auch etwas spekuliert. Doch meine junge Mannschaft mit einem Durchschnittsalter unter 22 Jahren musste an ihre eigene Leistungsgrenze gehen, um die Gäste endgültig in die Knie zu zwingen", sagte Theuer. Zudem bewies der VfB-Trainer eine glückliche Hand mit seinen Einwechslungen. Kaum 30 Sekunden im Spiel sorgte Michael Siebert (71.) mit seiner ersten Ballberührung per Kopfball für das 3:0 nach toller Vorarbeit von Ramovic. Zwar konnte Mayen durch Herve Gilles Louloulaga (76.) noch einmal auf 1:3 verkürzen, ehe Nico Schiela (82.) für den 4:1-Endstand sorgte. Dieses Mal hatte der starke Schuht glänzend aufgelegt.

    "Es ist ein verdienter Erfolg für den VfB", zeigte sich Sek als fairer Verlierer, während Theuer den Sieg erst einmal verdauen musste. "Uns hat zuletzt oft das nötige Glück in einigen Situationen gefehlt. Das war heute nicht so. Wir haben den absoluten Willen gezeigt und durch die beiden frühen Tore zusätzlich Rückenwind bekommen." Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten

    Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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